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Köln.Sport

Rot-Weiss im Rhythmus zur Endrunde

Jubel bei den Damen von Rot-Weiss Köln

Die Damen von Rot-Weiss Köln wollen auch bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft jubeln
Foto: Rot-Weiss Köln

Jetzt gilt es für Rot-Weiss Köln: Beim „Final Four“ in Mannheim kämpfen die formstarken Teams des Traditionsvereins bei den Herren und den Damen um den Meistertitel.

Die Chance auf das Double lebt für Rot-Weiss Köln auch beim „Final Four“ noch: Vor der Endrunde der Deutschen Hockey-Meisterschaft in Mannheim am kommenden Wochenende sind sowohl beide Teams des kölschen Traditionsvereins noch im Rennen um den begehrten Titel. Während die Damen am Samstag um 12 Uhr als Außenseiter in das Halbfinal-Duell gegen Hauptrunden-Meister Münchner SC gehen, stehen die Chancen der Herren im Spiel gegen Harvestehude als Titelverteidiger deutlich besser.

„Wir kommen nicht, um etwas zu verteidigen“, sagt André Henning, Coach der rot-weißen Herren: „Wir wollen den Titel erobern! Dafür werden wir attackieren – das entspricht viel mehr unserem Spielstil!“ Tatsächlich haben die Domstädter genau mit dieser Spielweise den zweiten Tabellenplatz hinter dem Mannheimer HC im Abschlussklassement erobert und dabei mit 87 Treffern die meisten Tore aller zwölf Erstligisten erzielt. Und genau damit konnten die Rot-Weissen auch kompensieren, dass über lange Phasen der Liga die Defensive recht wackelig war. „Genau daran haben wir in den letzten Wochen sehr intensiv gearbeitet“, erzählt Henning. Und so legten die Kölner zuletzt eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage hin – mit lediglich einem 3:3 gegen Spitzenreiter MHC.„Die Endrunde kommt für uns ‚just in time‘“, sagt daher auch der Coach. „Das Team hat zuletzt genau die Entwicklung gemacht, die wir uns vorgestellt haben. Trotz der Hochbelastung mit Nationalmannschaftsvorbereitung und Liga-Finale sind die Jungs in Top-Form!“

Die RWK-Damen haben eine Spielzeit mit einigen Höhen und Tiefen hinter sich. Noch drastischer formuliert es Trainer Markus Lonnes: „Wir waren eigentlich beständig schwach bis zum Rückspiel gegen München Mitte April.“ Auffällig ist dabei, dass im Saisonverlauf von sechs Spielen gegen die Topteams, die jetzt auch im Final Four stehen, nur ein einziges gewonnen werden konnte. Mittlerweile jedoch hat sich Rot-Weiss gefangen, was auch Lonnes bestätigt: „Wir haben langsam unseren Rhythmus gefunden. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Mannheim.“ Mit einem 3:2 im rheinischen Derby beim Düsseldorfer HC am letzten Spieltag wurde das Endrunden-Ticket gelöst. Die Kölnerinnen hatten sich im Saisonendspurt auferlegt, „nur noch Endspiele“ zu bestreiten. Und das zeigte offenbar die erhoffte Wirkung. Seit dem Rückspiel gegen München gewann Rot-Weiss sechs von sieben Spielen, holte dazu im spanischen Barcelona die europäische Club Champions Trophy.

„Wir versuchen, aus der Außenseiterrolle das Beste herauszuholen und am Ende auch das Ergebnis aus dem Vorjahr umzudrehen“, kündigt Lonnes an. 2015 in Hamburg war Rot-Weiss im Penaltyschießen an den Münchnerinnen gescheitert. Den Halbfinalgegner schätzt Lonnes – wie schon im Vorjahr – als sehr schwierigen Gegner ein. „Im Prinzip ist es das gleiche Team wie im Vorjahr. Da gibt es eine klare Hierarchie, einen klaren Plan im Spiel, das vor allem auf eine kompakte Deckung ausgelegt ist. München ist nicht zu Unrecht Tabellenerster geworden. Aber wir werden uns einen Plan zurecht legen. Ob der dann am Ende aufgeht, sehen wir erst am Samstag.”

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