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Köln.Sport

Rollspass für Jedermann

Köln ist um eine Sport-Attraktion reicher: Noch bis zum 11. August begeistert eine mobile Pumptrack-Anlage im Sportpark Müngersdorf Fans von BMX-, Roll- und Skatesport. Die Roll- und Radsportanlage ist Teil der städtischen Sportentwicklungsplanung.

Auf der Anlage sind Spaß und Action für Groß und Klein garantiert! (Foto: Sportamt Köln / Eduard Bopp)

Rasante Kurven, wellige Geraden, und das alles kostenlos und für jedermann frei zugänglich: In diesem Sommer bereichert eine temporäre Roll- und Radsportanlage, genannt Pumptrack, den Sportpark Müngersdorf und sorgt dafür, dass das Kölner Sportangebot weiter wächst. Der offizielle Startschuss erfolgte am 10. Juni durch den Leiter des Sportamtes, Gregor Timmer, Vertreter des StadtSportBundes Köln (SSBK) sowie Diplom-Sportwissenschaftler Dr. Stefan Siebert von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS). Noch bis zum Ende der Sommerferien am 11. August steht das neue Freizeitangebot unmittelbar neben der Haltestelle „Müngersdorf Rheinenergie-Stadion“ und damit in direkter Nachbarschaft zur Radrennbahn.

Besonders erfreut über das neue Projekt zeigt sich Peter Pfeiffer, Vorsitzender des SSBK: „Mit der mobilen Pumptrack-Anlage wird den Kölner Bürgerinnen und Bürgern ein neues Ausflugs- und Trainingsgelände gegeben, das zeitgleich einen Treffpunkt für Jung und Alt darstellt. Und ich bin sicher, dieser Sport wird allen eine Menge Spaß machen nach den schwierigen Wochen.“ Obwohl der Trendsport auf den ersten Blick so aussieht, als wäre er nur für echte „Biker-Cracks“ geeignet, bedient die Anlage die breite Masse: Egal ob Groß oder Klein, Jung oder Alt, mit dem BMX-Rad, Skateboard oder sogar mit dem Rollstuhl – hier kann sich jeder auspowern. Spezielle Fähigkeiten muss also keiner mitbringen, allerdings gelten für die Nutzung einige Sicherheits- und Hygienevorgaben – vor allem in Zeiten wie diesen. Ohne Helm ist das Befahren nicht gestattet, ebenso sind Schoner für Knie und Ellbogen ratsam. Und auch der Mindestabstand von 1,50 Metern muss auf der Strecke eingehalten werden.

Innovation und Wissenschaft

Dass es die Sportstadt Köln selbst in Zeiten von Corona schafft, das Sport und Bewegungsangebot im öffentlichen Raum zu erweitern, zeigt auch, dass die Sportentwicklungsplanung Früchte trägt. Denn diese, sagt Timmer, beinhaltet einen ganz wichtigen Punkt: „Innovation durch Angebote im öffentlichen Raum. Das bedeutet, dass man neue Sportangebote in den öffentlichen Raum bringt und ausprobiert, wie diese angenommen werden und ob das etwas ist, was zukunftsträchtig ist und die Menschen langfristig begeistert.“

Auf der internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bewegungseinrichtungen (FSB) in Köln wurden Amtsleiter Timmer und seine Kollegen auf die neuartige Entwicklung aufmerksam. Nach einer Kontaktaufnahme kam es schließlich dazu, dass die Schweizer Firma Allegra Movement der Stadt Köln eine Pumptrack-Anlage für den Sommer kostenlos zur Verfügung stellt. „Der Hersteller hat sich sehr interessiert gezeigt, diese Anlage auch mal im öffentlichen Raum präsentieren zu können“, erklärt Gregor Timmer, „und um den Effekt zu erreichen, nachvollziehen zu können, wie das angenommen wird, wie man es benutzt und worauf man achten muss, haben wir die DSHS mit ins Boot genommen.“ Im Forschungsprojekt „Wissenschaftliche Begleitung von neu errichteten Sportanlagen im urbanen Raum“ arbeiten die DSHS und einige Ämter der Stadt interdisziplinär zusammen.

Das Projekt wird Inhalt von Seminar- und Abschlussarbeiten von Studierenden, die das Thema wissenschaftlich begleiten. Dementsprechend positiv bewertet auch Stefan Siebert die Aktion: „Mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes möchten wir mehr erfahren über die Frequentierung der Anlage, potenzielle Zielgruppen und Nutzungshäufigkeiten einzelner Besucher. Wir von der Sporthochschule Köln freuen uns, wenn wir dadurch einen Beitrag zur urbanen Sportraumentwicklung der Stadt leisten können.“

So oder so, der Pumptrack im Sportpark Müngersdorf ist schon jetzt ein voller Erfolg. Und wer weiß, vielleicht ist die Nachfrage so groß, dass sich die Kölnerinnen und Kölner künftig dauerhaft an einen Pumptrack in der Stadt gewöhnen dürfen.

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