fbpx
Köln.Sport
News Ticker

RheinStars: „Ich bin zufrieden“

Ist zufrieden mit dem ProA-Einstand: RheinStars-Coach Arne Woltmann Foto: Gero Müller-Laschet

Ist zufrieden mit dem ProA-Einstand: RheinStars-Coach Arne Woltmann
Foto: Gero Müller-Laschet

Nach dem 78:69-Auftaktsieg seiner RheinStars Köln in Leverkusen empfing Headcoach Arne Woltmann am heutigen Mittwoch ausgewählte Medienvertreter zum Interview in der Basketball-Geschäftsstelle. Dabei sprach der Chef-Trainer über den Erfolg gegen die BAYER Giants und den nächsten Gegner: die Gladiators Trier (Sprungball: 20 Uhr, ASV-Halle, Einlass ab 18:30 Uhr).

Herr Woltmann, wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?

Wir können sehr zufrieden sein, weil wir ein wichtiges Spiel, vor einer tollen Kulisse gewonnen haben. Ich habe viele gute Dinge gesehen, die mir gefallen haben und auf denen wir aufbauen können. Natürlich haben wir auch Fehler begangen, aber insgesamt bin ich mit unserer ersten Partie in der ProA zufrieden.

Sie sprechen von Fehlern. Woran denken Sie?

Es gab Szenen, in denen hat man deutlich gemerkt, dass wir noch nicht die Cleverness oder nötige Reife haben. Teilweise waren die Jungs sicherlich auch etwas nervös, weil es das erste Spiel war, wir eine junge Mannschaft sind und die Stimmung toll war. Aber einige Fouls waren unnötig, einige Entscheidungen hätten wir besser treffen können. Ich möchte aber nochmal betonen: Das ist kein Problem. Dass wir uns steigern müssen und nicht fehlerfrei spielen können, wissen wir.

Man darf ja nicht vergessen, dass die RheinStars aus der 1. Regionalliga kommen.

Sehr richtig! Wir haben keine ProB-Saison in den Köpfen beziehungsweise Körpern und daher auch nicht die Erfahrungen, die man in dieser Liga sammelt. Daher müssen wir in der ProA erst richtig ankommen und die Spieler müssen sich an das Tempo, die langen Auswärtsfahrten und weitere Dinge erst gewöhnen.

Ausgerechnet in der Anfangsphase fehlt auch noch Bernd Kruel wegen Rückenproblemen.

Ja und sein Fehlen macht sich schon bemerkbar, da er und Marin Petric mir beim Führen der Mannschaft helfen sollen. Sie sind sehr erfahren, kennen das Niveau und haben schon höherklassig gespielt. Deswegen brauche ich sie, damit sie mich unterstützen, die Jungs zur Seite nehmen und ihnen Tipps geben oder auch mal Kritik üben. Wenn dir das ein Spieler sagt, kommt das nochmal ganz anders an, als wenn der Trainer mit dir redet.

Gegen Leverkusen fiel zum einen die starke Arbeit unter dem Korb auf. 52 Rebounds waren eine echte Hausnummer! Hat Sie das überrascht?

Ehrlich gesagt nicht. Ich weiß, dass die Mannschaft sehr motiviert ist und mit großem Einsatz arbeitet. Und wir haben gegen Leverkusen einfach gut ausgeboxt, um jeden Ball gekämpft, viele Hustle-Plays gewonnen. Ich habe noch genau die Szene vor Augen, als David Downs den gegnerischen Center Dennis Heinzmann (der Größenunterschied zwischen beiden Spielern liegt bei 28 Zentimetern, Anm. d. Red) ausblockt und wir den Rebound bekommen. Und dass Lakeem Jackson insgesamt 19 Rebounds holt, war ebenfalls stark. Jetzt weiß ich, woran ich die Mannschaft messen kann.

Zum anderen leistete sich ihr Team aber auch viele Fouls, teilweise hatte es doppelt so viele wie der Gegner.

Das stimmt, wir haben körperbetont gespielt und sind dabei mehrfach zu spät gekommen oder haben auch unnötig den Kontakt gesucht. Aber dafür kann ich keinem Spieler einen Vorwurf machen. Jeder hat vier Fouls zu geben und muss nach dem fünften gehen. Und ich sehe es lieber, wenn ein Spieler vier oder fünf Fouls hat und wir gewinnen, als dass er weniger hat und wir verlieren. Trotzdem werden wir natürlich versuchen, in den kommenden Partien nicht mehr so foulintensiv zu agieren.

Das Ball-Movement war richtig gut, doch das Team traf nur sechs seiner 19 Dreierversuche. Steht das in den nächsten Trainingseinheiten besonders weit oben auf der To-do-List?

Zunächst hat es mich gefreut, dass wir gute und richtige Würfe genommen haben. Wenn wir frei sind oder die Uhr runterläuft und wir den richtigen, freien Mann finden, müssen wir werfen. Mit der Wurfauswahl bin ich daher sehr zufrieden. Dass wir nicht hochprozentig getroffen haben, ist richtig, aber wir wissen, dass wir gute Schützen haben und das wird sich in Zukunft auch zeigen.

Das nächste Duell steigt am Freitag gegen Trier. Was erwarten Sie?

Wir werden wieder mit Einsatz und Leidenschaft auftreten. Trier ist sicherlich der Favorit, da sie mehrere Spieler mit Bundesligaerfahrung im Kader und eine gute Qualität haben. Ich freue mich einfach auf ein gutes Spiel, unsere erste Heimpartie in der ProA und eine hoffentlich volle Halle.

Wir drücken die Daumen und wünschen alles Gute.

Vielen Dank!

Interview: Henning Kuhl

Kleiner Hinweis: Für Freitagabend wird mit einem großen Andrang gerechnet, da es das Heimspiel-Debüt der RheinStars in der ProA ist. Die Abendkasse öffnet daher bereits um 18:30 Uhr. Viel Spaß!