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RheinSpringen setzt ein Zeichen

Quelle: Rohde

Heinrich Popow (l.) und Björn Otto gehören in ihren Disziplinen zu den Favoriten beim RheinSpringen 2013.

Am Dienstag fand im Barceló Cologne City Center die Pressekonferenz für das Springen am Sonntag im Rheinauhafen statt. Neben der sportlichen Komponente soll auch zum Thema Inklusion ein klares Statement abgegeben werden.

Gut gelaunt präsentierten sich mit Heinrich Popow und Björn Otto zwei Ausnahmeathleten den zahlreich vertretenden Jornalisten von Presse, Funk und Fernsehen. Popow, der am kommenden Sonntag im Weitsprung beim 2. Buderus Kölner RheinSpringen startet, berichtete von dem umglaublichen Erlebnis vor 80.000 Zuschauer an den Start zu gehen.

 

Er gewann bei den Paralympics in London 2012 die Goldmedaille über 100m. Stabhochspringer Björn Otto vom ASV Köln – amtierender deutscher Hallenmeister, Vize-Europameister und Silbermedaillengewinner der olympischen Spiele 2012 konnte Popows einzigartiges Erlebnis bestätigen: „80.000 Zuschauer sind natürlich schwer zu toppen – aber wie ich die Kölner kenne, wird auch das 2. Buderus Kölner RheinSpringen stimmungstechnisch ein absolutes Erlebnis.“, so Otto. Für den Spitzenathleten des ASV Köln ist das 2. Buderus Kölner RheinSpringen sein erstes Heimspiel „zu dem auch jede Menge Freunde und meine Familie kommt“. „Und vor allen Dingen kann ich nach einem Wettkampf auch endlich mal wieder zu Hause schlafen.“, sagt Otto, der derzeit bei Wettkämpfen in der ganze Welt startet.

Beim 2. Buderus Kölner RheinSpringen dürfen sich die Zuschauer im Profibereich auf drei spannende Disziplinen freuen: Neben dem Weitsprung und dem Stabhochsprung der Männer treten auch die Frauen im Weitsprung an. Ein erstklassiges Teilnehmerfeld in allen Disziplinen wird hier für die richtige Spannung sorgen. Popow, dessen linker Unterschenkel amputiert ist und der mit einer Prothese läuft und springt, freut sich auf den sportlichen Vergleich im
Weitsprung: „Viele reden über Inklusion – wir leben sie einfach: Wir trainieren zusammen und benutzen die gleichen Anlagen. Und wir tauschen uns aus: Gerade Björn Otto und ich sprechen häufig über das Material, das wir beide nutzen. Björn ist total technikinteressiert und so haben wir beide immer jede Menge Gesprächsstoff.“ Aber Popow ist es auch, der kritisch anmerkt: „Ich war erst kürzlich zu einem Gespräch über Inklusion nach Berlin eingeladen. Die Politiker in Berlin sitzen zusammen und diskutieren darüber, wie man zusammen Sport treiben kann. Die sollen am Sonntag einfach mal zum Springen kommen und einfach zusehen, wie das funktioniert.“