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Köln.Sport

Rekord trotz Krise

Die Kölner Haie haben mit 17 Niederlagen in Folge einen historischen Negativrekord aufgestellt, dadurch zum dritten Mal in ihrer Club-Geschichte in der Deutschen Eishockey Liga die Playoffs verpasst und trotzdem einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt.

Trotz schlechter Ergebnisse pilgerten so viele Zuschauer wie nie zuvor zu den Haien. (Foto: imago images / Herbert Bucco)

Mit durchschnittlich 13.333 Zuschauern kamen trotz des sportlichen Desasters so viele Besucher wie noch nie in der Historie des KEC zu den 26 Heimspielen der abgelaufenen Hauptrunde. Damit lagen die Haie im ligainternen Ranking vor den Eisbären Berlin (12.901) und Adler Mannheim (11.891) auf Platz eins. Europaweit erzielten nur der Schweizer Nationalligist SC Bern und der SKA St. Petersburg aus der russischen KHL noch bessere Werte. „Die Zuschauer-Einnahmen stellen für uns einen sehr wichtigen Baustein dar“, betont Philipp Walter, Geschäftsführer der Haie.

Denn die DEL gehört nämlich zu denjenigen Profisportligen, deren Geschäftsmodell ohne Zuschauer nicht funktioniert. Der TV-Vertrag allein reicht zum finanziellen Überleben bei weitem nicht aus. Mit dem Fernsehgeld in Höhe von 200.000 Euro, das jeder DEL-Verein pro Saison überwiesen bekommt, lässt sich im besten Fall ein einziger Topspieler bezahlen.

Aus diesem Grund stellen – im Gegensatz zum Fußball – Geisterspiele ohne Zuschauer in der DEL eine maximal überbrückende Option dar. „Darüber herrscht ligaweiter Konsens“, meint KEC-Chef Walter. „Wir haben die Hoffnung, das Ziel und den Willen, dass wir im September vor Zuschauern spielen werden. Dafür werden wir alles tun. Wirtschaftlich ist es für uns von größter Bedeutung“, so der Geschäftsführer weiter. Durch den vorzeitigen Saisonabbruch und die ausfallenden Playoffs hat die Deutsche Eishockey Liga Verluste um die 20 Millionen Euro vermeldet.

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