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Rechtsstreit um das Geißbockheim

Die Bürgerinitiative „Grüngürtel für Alle“ hat eine Klage gegen den geplanten Ausbau des Geißbockheims im Äußeren Grüngürtel eingereicht.
Geißbockheim

Der 1. FC Köln möchte sein Nachwuchsleistungszentrum erweitern. (Foto: imago images / Manngold)

Wird es einen jahrelangen Rechtsstreit um den Ausbau des Geißbockheims geben? Nach dem Einreichen der Klage ist davon auszugehen, dass ein Rechtsstreit in dieser Angelegenheit sehr lange  dauern kann. Die Zeit hat der Effzeh für den Ausbau seines Leistungszentrums eigentlich nicht, will man im Bundesligavergleich Schritt halten. „Der FC sollte einlenken und der Stadt diese jahrelangen Streitereien ersparen”, sagte Sven Lehman, Abgeordneter der Grünen im Bundestag.

Darum geht es im aktuellen Rechtsstreit: Erst vor einigen Wochen hatte der Stadtrat, mit einer Mehrheit aus CDU, SPD und FDP dem Ausbau des Geißbockheims zugestimmt. Insgesamt sollen drei Kunstrasenplätze und vier Kleinspielfelder im Äußeren Grüngürtel gebaut werden. Mit der Klage soll geprüft werden, ob der Rat den Ausbau in der Form hätte beschließen dürfen. Dabei bezieht sich die Klage insbesondere auf Paragraf 67 des Bundesnaturschutzgesetzes, der die Bauten in Landschaftsschutzgebieten regelt.

Die Bürgerinitiative „Grüngürtel für Alle“ musste mit dieser Klage bis zum gestrigen Tag warten, da am Mittwoch die Stadtverwaltung die Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan im Amtsblatt bekannt gemacht hat. Sie tritt zwar als Einzelkläger im Rechtsstreit um das Geißbockheim auf, bekommt aber von allen Seiten – Bund für Umwelt, Naturschutz Deutschland, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und dem Landschaftsschutz – sowohl finanzielle als auch inhaltliche Unterstützung. „Wenn es nötig ist, ziehen wir durch alle Instanzen. Gerne auch bis vors Bundesverwaltungsgericht“, so Friedmund Skorzenski, Sprecher der Initiative.

Von Robin Josten