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„Projekt Ballack“ vor dem Aus

Quelle: imago

Michael Ballacks Zeit in Leverkusen ist wohl endgültig vorbei

Die Schlammschlacht um Michael Ballack findet kein Ende, nachdem der Ex-Mittelfeldstar immer wieder aus DFB-Kreisen kritisiert wurde, schoss jetzt auch Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser gegen Ballack.

Im Express lies Holzhäuser Dampf ab: „Es ist der Zeitpunkt erreicht, wo wir uns alle eingestehen müssen, dass unsere Überlegungen, bzgl Michael Ballack, die wir vor 20 Monaten hatten, nicht aufgegangen sind.“

Auf die Frage nach der Grundstimmung bei Bayer (die Fans hatten zuletzt trotz eines Sieges gegen Mainz zunehmend ihren Unmut deutlich gemacht) antwortete Holzhäuser: „[…] Ich appelliere an alle Zuschauer, objektiv zu bleiben. Aber: Unsere Mannschaft hat auch ganz klar eine Bringschuld gegenüber den Fans und dem Klub. Und da gibt es erfahrene Spieler, die haben die größere Bringschuld. Zum Beispiel einen Michael Ballack, von dem man sportlich mehr erwarten darf und der sicherlich auch mehr von sich erwartet hat. Er sollte überlegen, ob er sich immer im Sinne des Vereins verhält. Rudi Völler und ich haben in dieser Woche auch darüber mit ihm gesprochen – leider erfolglos.“

Weiterhin sagte der Bayer-Geschäftsführer dem Express man habe sich beim DFB für ein Abschiedsspiel für Michael Ballack eingesetzt. Dabei sollte die Nationalelf gegen die Leverkusener antreten. „Auch wenn es terminlich schwierig geworden wäre, hätten wir gerne für Michael ein Abschiedsspiel in Leverkusen organisiert. Aber wenn es nicht gewollt ist, dann lassen wir das.“

Ballack hatte in den Planungen einen Alleingang von Rudi Völler und Wolfgang Holzhäuser gesehen und das Abschiedsspiel deswegen abgelehnt.

Das Tischtuch zwischen Michael Ballack und Bayer Leverkusen scheint endgültig zerschnitten. Während ein Abgang im Sommer bereits sicher war, scheint jetzt auch ein kurzfristiger Wechsel in der Wintertransferperiode nicht mehr unwahrscheinlich zu sein. Nach eineinhalb Jahren scheint aber klar zu sein, dass die erneute Zusammenarbeit von Bayer und Ballack nicht funktioniert.