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Problemzone Achillessehne

Probleme an der Achillessehne treten häufig bei Joggern auf Foto: Jennifer Schattling

Probleme an der Achillessehne treten häufig bei Joggern auf
Foto: Jennifer Schattling

Nicht nur bei Läufern gefürchtet: Achillessehnen­beschwerden. Wir sprachen mit Dr. Stefan Preis von der KLINIK am RING – Köln, der gemeinsam mit seinem­ Team unter anderem auf die Behandlung von Sportverletzungen spezialisiert ist.

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Gute Vorsätze zum neuen Jahr sind allgegenwärtig: „Gesünder essen“ oder „Mehr Zeit mit den Liebsten verbringen“ steht häufig oben auf der Liste – direkt darunter „Mehr Sport treiben“. So gibt es insbesondere zu Beginn des Jahres häufig einen Ansturm auf die Fitnessstudios, bei gutem Wetter sind die Wege in den Kölner Grünanlagen voller ambitionierter Neu-Jogger. Doch bei all dem löblichen sportlichen Engagement kann es schnell zu unerwünschten Folgen kommen: Nach dem Lauf treten Schmerzen an der Achillessehne auf. Aber nicht nur bei Wiedereinsteigern, auch beim Leistungssportler kommt es häufig zu Achillessehnenreizungen.

Kaum verwunderlich, zählt die Verletzung doch zu den häufigsten Überlastungsschäden des Sportlers überhaupt. Als kräftigste Sehne des menschlichen Körpers ist die Achillessehne beim Sport immensen Kräften ausgesetzt. Wird die Belastungsgrenze überschritten, kommt es zur Sehnenreizung oder sogar zum Sehnenschaden. „Typisch sind Schmerzen bei und nach sportlicher Belastung, aber auch Probleme bei den ersten Schritten morgens nach dem Aufstehen. Die Sehne ist zudem oft druckschmerzhaft und manchmal auch angeschwollen“, sagt Dr. Stefan Preis, leitender Arzt der Praxis und Abteilung für Orthopädie und Sporttraumatologie an der KLINIK am RING – Köln. Ganz wichtig ist es bei solchen Beschwerden, das Sportprogramm zu überdenken. Auch wenn es wahrscheinlich schwerfällt, die Belastung der gereizten Sehne muss dringend reduziert werden.

ACP-Behandlung im Trend

Häufig reicht das jedoch allein nicht aus, und eine ärztliche Behandlung ist erforderlich. „Ziel jeglicher Therapie ist es, dass die gereizte Sehne möglichst auf natürlichem Wege abheilt“, betont Dr. Stefan Preis. Bei akuter Reizung sind neben Schonung milde Kühlung, entzündungshemmende Salben oder auch Quarkpackungen hilfreich. Bei einer chronischen Reizung ist hingegen wichtig, die lokale Durchblutung im Bereich der Achillessehne durch Heiß-Kalt-Anwendungen oder Eis-Lolly-Abreibungen zu steigern. Eine ähnliche, jedoch noch erheblich intensivere Wirkung haben Laser- und Stoßwellenbehandlungen. Sehr hilfreich sind begleitende physiotherapeutische Behandlungen und ein selbstständiges Dehnungsprogramm. Kommt es durch alle diese Maßnahmen zu keiner durchgreifenden Besserung, müssen gegebenenfalls zusätzlich Medi­kamente eingesetzt werden.

Früher war dies leider allzu häufig Kortison. Zunehmend gewinnt stattdessen jedoch gerade bei Sportlern die sogenannte ACP-Behandlung stark an Bedeutung. ACP steht für Autologes Conditioniertes Plasma. „Bei der Behandlung wird das phänomenale Potenzial der natürlichen Heilung genutzt, die in körpereigenen Blutbestandteilen steckt“, berichtet Dr. Stefan Preis. Dem Betroffenen wird eine kleine Menge Blut abgenommen. Durch ein spezielles Verfahren werden die darin enthaltenen heilungsfördernden Sub­stanzen in konzentrierter Form gewonnen. Diese körpereigenen, natür­lichen Heilungsfaktoren werden dann unmittelbar an die chronisch gereizte oder verletzte Stelle gespritzt. Konkret handelt es sich bei diesen Heilungsfaktoren zum einen um entzündungshemmende Faktoren, zum anderen um Wachstumsfaktoren, die zur verbesserten Regeneration der Zellen führen. Die genauen Abläufe der körpereigenen Heilung sind derzeit noch nicht im Einzelnen bekannt. Wissenschaftler haben aber in zahlreichen Studien die Wirksamkeit und das breite Einsatzgebiet der ACP-Therapie bei Unterstützung von natürlichen Heilungsprozessen nachweisen können.

Operation häufig notwendig

Frühzeitiges Handeln ist bei Beschwerden der Achillessehne durchaus ratsam. Sehnenreizungen neigen dazu, chronisch zu werden. „Deshalb ist es besonders wichtig, frühzeitig zu therapieren. Denn je länger eine Achillessehnenreizung besteht, desto schwieriger ist die Heilung. Zudem birgt eine chronische Reizung ein erhöhtes Risiko eines Achillessehnenrisses“, so Dr. Preis. Beim Riss der Achillessehne verspürt der betroffene Sportler einen peitschenartigen Hieb – an Gehen ist danach erst einmal nicht zu denken. „In den allermeisten Fällen, insbesondere wenn der Wunsch besteht, weiterhin sportlich aktiv zu sein, ist eine Operation notwendig, um die gerissene Sehne zu reparieren“, betont Dr. Preis.

War in der Vergangenheit nach einer solchen Operation eine ­längere Gipsbehandlung und die lange Entlastung an Gehstöcken notwendig, wird heute in aller Regel stattdessen mit einem Spezialschuh für knapp sechs Wochen funktionell nachbehandelt. Dennoch ist ein Achillessehnenriss eine sehr gravierende Verletzung für jeden Sportler, egal welcher Leistungsklasse. Umso wichtiger ist es, einem Riss durch adäquates Training und, falls dennoch Beschwerden auftreten, durch eine optimale Behandlung vorzubeugen. So steht dann den guten Vorsätzen, diesmal aber ohne Verletzung, nichts mehr im Wege.

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Eigenblut-Behandlung in der Sportmedizin

Dr. Preis, die neuartige ACP-Behandlung, eine Behandlung mit speziell aufgearbeitetem Eigenblut, scheint in der Sportmedizin so etwas wie eine „Wunderwaffe“ zu sein. Wie sehen Sie das?

Da muss ich Sie leider enttäuschen, Wunder gibt es auch in der Medizin leider nur sehr selten. Die ACP–Behandlung ist jedoch, wie Studien zeigen, ein sehr erfolgreiches Verfahren, das nebenwirkungsfrei ist, weil die Wirksub­stanz aus körpereigenem Blut gewonnen wird.

Wie wird die ACP-Therapie durchgeführt?

Das Prinzip der Behandlung besteht darin, dass dem Patienten zunächst eine kleine Menge Blut entnommen wird. Hieraus werden durch entsprechende Aufarbeitung die relevanten, heilungsfördernden Botenstoffe isoliert und anschließend an die erkrankte Struktur eingespritzt.

Bei welchen Sportverletzungen wird sonst noch ACP eingesetzt?

Grundsätzlich sprechen Überlastungsschäden und Verletzungen von Sehnen wie unter anderem Tennis-Ellenbogen und Reizungen an der Schulter, aber auch Muskelverletzungen gut auf eine ACP-Behandlung an.

Wird die ACP-Behandlung von der Krankenkasse bezahlt?

Private Versicherungen übernehmen die Kosten der ACP-Behandlung, gesetzliche leider noch nicht. Die Kosten pro Behandlung, die im Allgemeinen drei bis vier Mal im wöchentlichen Abstand durchgeführt wird, liegt bei etwa 130 Euro.

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