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Sport für Reker kein Thema

Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Was soll in Köln anders laufen“ äußerte sich Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker in einem 45-minütigen Vortrag über notwendige Veränderungen in der Stadt Köln.
Bei der Podiumsdiskussion äußerte sich Henriette Reker nicht zum Thema "Sport".

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (Bildmitte) schenkte dem Thema Sport bei ihrem Vortrag keinerlei Bedeutung (Foto: Agentur Leven)

Am Montagabend, den 6. Februar, luden drei Rotary Clubs (Rotary Club Köln am Rhein, Rotary Club Köln Dom und Rotary Club Köln-Hahnentor) zu einer Podiumsdiskussion in den Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums ein. Ehrengast des Abends: Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Das Thema der Diskussion klang ebenso interessant wie brisant, auch im Hinblick auf die Aktualität. Denn: „Was soll in Köln anders laufen“ ist mit Sicherheit ein abendfüllendes Motto. Nach kurzer Begrüßung des Gastgebers galt die Aufmerksamkeit dem Vortrag von Frau Reker. Eine Dreiviertelstunde äußerte sie sich zu (aus ihrer Sicht) wichtigen Themen, möglichen Veränderungen und ihren drei Leitfäden für das Jahr 2017: Wachstum, Nachhaltigkeit, Dialog fördern.

Was – zugegeben wenig überraschend – fehlte, war ein Statement zum Thema „Sport“. Nun ja, vielleicht nicht ganz. Immerhin verkündete Frau Reker, dass 2017 alle 27 durch Flüchtlinge belegten Sporthallen wieder frei werden sollen. Dass die Vereine bei der Nutzung von Turnhallen als Notunterkünfte die Leidtragenden sind, erwähnte sie, wenn auch nur beiläufig. Und weiter?

Was folgte war eine rund einstündige Debatte über verschiedenste Problembereiche der Stadt Köln. Thematisiert wurden neben der Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung, die Präsentation der Marke Köln nach außen, der Zustand der Kölner Infrastruktur – und auf Insistieren des Vorsitzenden des Kölner Kulturrates, Dr. Hermann H. Hollmann,  auch die Kultur. Von Sport keine Spur. Soweit, so schlecht. Die ursprünglich vorgesehene Fragerunde für die anwesenden Journalisten – kurzerhand abgeblasen. Die Frage nach dem „Warum?“ bleibt unbeantwortet. Ebenso wie die Frage, welche Rolle der Sport beim Thema „Was fehlt der Stadt Köln“ spielt.

Ansatzpunkte hätte es weiß Gott genug gegeben. Den zum Teil katastrophalen Zustand der städtischen Sporthallen beispielsweise. Die mangelhafte Umsetzung des Inklusionsgedankens aufgrund fehlender barrierefreier Sporthallen und -anlagen. Den Sanierungsstau bei der Instandsetzung städtischer Sporthallen, Spiel- und Bolzplätzen. Das Ungleichgewicht bei der Verteilung von Investitionen in Kultur und Sport. Alles kein Thema – zumindest nicht an diesem Abend, in dieser Runde. Chance vertan.