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Offensiv gegen angriffslustigen FSV

Kristoffer Andersen

Fehlt Kristoffer Andersen der Fortuna auch in Frankfurt?
Foto: imago/Bucco

Fortuna Köln trifft am Sonntag am Bornheimer Hang auf einen formstarken Gegner. Absteiger FSV Frankfurt empfängt die Südstädter zum Abschluss des 11. Spieltags.

Rheinfussball

Am elften Spieltag der Saison gibt es für die Fortuna eine Premiere. „Statistisch gesehen ist es das allererste Mal in der Saison, dass wir auf einen Gegner treffen, der gerade seine beste Phase hat“, betont Uwe Koschinat vor dem Auftritt der Kölner am Sonntag (14 Uhr) am Bornheimer Hang. Der FSV Frankfurt holte zehn Punkte aus den letzten vier Spielen und gewann dreimal in Serie, jeweils mit derselben Startelf. Insofern relativiert sich auch das Tabellenbild, denn die Südstädter sind derzeit Sechster und der Absteiger nach einem kompletten Umbruch nur auf Rang 13.

Roland Vrabec hat seine Stammformation gefunden. Und in dieser fehlen derzeit vermeintliche Topspieler wie Sebastian Schachten, Christopher Schorch, Ranislav Jovanovic oder Marc Heitmeier. Andere Akteure wie Shawn Barry, Cagatay Kader oder vor allem Fabian Schleusener stehen urplötzlich im Rampenlicht. Der vom Bundesligisten SC Freiburg ausgeliehene Linksaußen traf bereits fünf Mal. „Das ist eine leidenschaftlich auftretende, laufstarke Elf, die derzeit in vorderster Linie ihre besonderen Qualitäten hat“, weiß Koschinat, der nach dem lockeren 6:0-Pokalerfolg beim Bezirksligisten SV Wachtberg mit seiner Elf dennoch mutig in Frankfurt auftreten will. „Wir werden das Spiel sicher nicht verwalten und tief stehen, das ist nicht unser Anspruch, wir wollen den Gegner offensiv anlaufen.“ Zufrieden stellt den Fußballlehrer bei der täglichen Arbeit auf dem Trainingsplatz die Breite in seinem Kader. „Die Spieler aus der zweiten Reihe sorgen für eine hohe Qualität. Das sind im Training keine Spiele A gegen B“, unterstreicht der Coach.

Wie die Aufstellung in Frankfurt aussehen wird, steht und fällt mit der Personalie Kristoffer Andersen (Muskelverhärtung). „Es ist ja nicht so, dass wir seinen Ausfall locker verkraften könnten. Ich hätte ihn gerne auf dem Platz. Aber das Risiko eines eventuellen Rückschlages muss überschaubar sein“, sagt Koschinat, der andernfalls wohl Selcuk Alibaz von Beginn an bringen würde. Hamdi Dahmani würde dann eine defensivere Rolle als üblich bekleiden. Mit der Zentrale Markus Pazurek/Oliver Schröder wäre die Fortuna hingegen zu defensiv ausgerichtet. Neben dem Langzeitverletzten Maik Kegel und dem gesperrten Bone Uaferro muss die Fortuna auch auf Jannik Stoffels aufgrund einer Zerrung verzichten. Durchaus einverstanden war Koschinat in Wachtberg nicht nur mit Stoffels Auftritt sondern auch mit der Leistung von Kai Bösing, Jannik Schneider und Christopher Theisen. „Auf Jannik ist immer Verlass, er ist ein Wettkampftyp. Christopher ist auf der zentralen Position oft zum Abschluss gekommen. Er hatte Probleme mit dem Tempo in der 3. Liga. Das hat sich aber in den letzten beiden Wochen sehr geändert. Er ist an und für sich ein typischer Koschinat-Spieler. Groß, kopfballstark, er kann gut den Rhythmus vorgeben. Das Spiel in Wachtberg war eine Abrundung seiner jüngsten Entwicklung“, so der Coach.

Autor: Stefan Kleefisch für RHEINFUSSBALL