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Köln.Sport

„Neid muss man sich erarbeiten“

Viktoria Köln spielt im kommenden Jahr in der 3. Liga – das langersehnte Ziel wurde am Samstag endlich erreicht. Geschäftsführer Franz Wunderlich blickt jedoch bereits in die kommende Saison.
Viktoria

Grenzenlose Freude: Papa Franz und Sohn Mike Wunderlich nach dem geschafften Aufstieg. (Foto: imago images/Herbert Bucco)

Als am Samstag kurz vor der Bundesliga-Konferenz das letzte Saisonspiel der Viktoria abgepfiffen wurde, muss Franz Wunderlich ein riesiger Stein vom Herzen gefallen sein. Durch ein Elfemter-Tor seines Sohnes Mike Wunderlich schaffte die Viktoria den Aufstieg aus der Regional- in die 3. Liga, in diesem Jahr musste sie nicht wie in den vorigen Spielzeiten noch durch ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg. „Das ist einfach unbeschreiblich. Der Druck war riesengroß. Es waren pure Emotionen, die sich da gelöst haben. Eine große Erleichterung und Freude. Wir haben uns nach diesem Aufstieg gesehnt und ihn letztendlich auch verdient“, sagt Geschäftsführer Franz Wunderlich gegenüber Reviersport.

Dort nimmt er auch Stellung zu den Vorwürfen, Viktoria sei lediglich durch das Geld von Sponsor Franz-Josef Wernze aufgestiegen.“Neid muss man sich hart erarbeiten. Es wurde immer so dargestellt, dass wir das meiste Geld aller Regionalliga-West-Klubs besitzen. Das stimmt aber nicht. Rot Weiß Essen hat beispielsweise auch viel Geld. Ganz zu schweigen von den U23-Mannschaften wie Gladbach, Köln oder Dortmund. Am Ende des Tages ist es doch so, dass Geld dir keine Garantie für den Erfolg gibt. Aber es hilft. Wir freuen uns, dass wir mit Franz-Josef Wernze einen Mann im Hintergrund haben, auf den wir uns immer verlassen können.“

Auch zu den veränderten Anforderungen an den Drittliga-Fußball in Höhenberg nimmt er Stellung. „Wir haben einige Auflagen zu erfüllen. Die betreffen vor allem unser Stadion. Aber Herr Wernze hat schon zugestimmt, dass wir das alles stemmen werden. Ich bin guter Dinge, dass wir sehr viele Heimspiele im Stadion Höhenberg austragen werden.“ Alternative wäre laut Wunderlich das Südstadion, wo jedoch immer noch keine für beide Vereine verträgliche Lösung gefunden ist.

Und auch Stimmen, die den direkten Durchmarsch in Liga zwei thematisieren, schmettert Wunderlich zunächst ab. „Wir müssen erst einmal in der Liga ankommen. Am Ende steigen vier Mannschaften ab. Da müssen wir auch aufpassen. Man hat in dieser Saison gesehen, welche großen Vereine ihre Schwierigkeiten hatten.“ Dazu ist jedoch die Sommervorbereitung da. Aktuell sieht es nämlich nicht so aus, als wenn die Party in Höhenberg in den kommenden Tagen ein Ende finden wird. „Die nächste Woche sieht uns erstmal niemand mehr“, sagte Kapitän und Siegtorschütze Mike Wunderlich nach dem Aufstieg gegenüber WDR.

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