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Mit Personalnot ins Derby

Quelle: IMAGO

Im Hinspiel markierte Lukas Podolski einen seiner fünf

Der 1. FC Köln empfängt am Samstag Bayer Leverkusen. Im Rheinderby brauchen beide Teams dringend einen Sieg. Die Kölner wollen den Erfolg aus dem Hinspiel bestätigen, müssen dabei aber auf einige Stammspieler verzichten.

Stale Solbakken ist in den letzten Wochen wirklich nicht zu beneiden. Nach Alkoholfahrt von Miso Brecko und Karnevalsklopperei um Kevin Pezzoni folgen nun Gelbsperren (Brecko, Peszko) und Verletzungssorgen (Jemal, Sereno, Geromel, Podolski). 

Der norwegische Strahlemann verlor trotz alledem nicht seine gewohnt charmante Art: „Wir haben uns entschieden, heute neben dem Mannschaftstraining einen Behandlungstag einzulegen“. Gleichzeitig fügte Solbakken aber auch an, dass er nicht bereit sei, einen Spieler einzusetzen, der nicht richtig fit ist: „Wenn wir einen Spieler zu früh einsetzen, kann es sein, dass er anschließend für drei bis vier Wochen ausfällt. Wir müssen nicht nur an ein Spiel, sondern auch an die Zukunft denken. Wenn ein Spieler nicht hundertprozentig fit ist, dann ist ein Einsatz Wahnsinn. Aber wenn ein Spieler fit ist, dann spielt er auch.“

Besonders in der Abwehr herrscht bei den Geißböcken Ausnahmezustand. Während ein Einsatz für den Tunesier Ammar Jemal definitiv zu früh kommt, besteht die Chance, dass zumindest Pedro Geromel oder Henrique Sereno von den Ärzten grünes Licht für einen Einsatz am Samstag bekommen. Wenn aber auch der Kapitän ausfällt muss wohl Martin Lanig in der Innenverteidigung aushelfen. Solbakken selbst hält einen Einsatz von Geromel, im Vergleich zu den anderen, aber am wahrscheinlichsten. 

Bei Stürmer-Star Lukas Podolski sieht es, wenn überhaupt, nur nach einem Kurzeinsatz aus: „Mal sehen, wie es morgen ist. Vielleicht reicht es für zehn bis fünfzehn Minuten am Samstag, das muss man abwarten. Wir wollen kein Risiko eingehen, weil es schon eine etwas schwerere Verletzung war“, sagte Poldi nach der Trainingseinheit mit der Mannschaft.

Solbakken hofft auf seinen „Matchwinner“, „Lukas hat gut trainiert, die Reaktion auf die Trainingsbelastung ist nun wichtig. Bei diesen Verletzungen ist es schwierig zu sagen, ob es schon für Samstag reicht. Wir können nur hoffen.“

Das Spiel ist das insgesamt 54 Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Der FC gewann bisher lediglich 13 Aufeinandertreffen, das Hinspiel in Leverkusen dafür aber mit 4:1. Trainer Stale Solbakken glaubt trotz des Verletzungspechs an sein Team: „In einem Derby kann alles passieren! Wir können auch am Samstag eine gute Leistung bringen und ein gutes Ergebnis erzielen“.

Durch die beiden Niederlagen zuletzt ist der FC vom 9.- auf den 14. Rang abgerutscht bei einer weiteren Nullnummer wird die Luft in Köln noch dünner.