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Manuel Charr unterliegt Vitali Klitschko

Quelle: IMAGO

Manuel Charr war gegen Vitali Klitschko unterlegen, fühlte sich am Ende aber dennoch um seine Chance betrogen.

In der vierten Runde musste sich Manuel Charr von seinem Traum verabschieden: Aufgrund einer Cutverletzung am rechten Auge des Herausforderers brach der Ringrichter das Duell zwischen dem Kölner und WBC Schwergewichts-Champion Vitali Klitschko vorzeitig ab.

Dabei hatte sich Manuel Charr für seinen großen Kampf am 8. September 2012 in Moskau so viel vorgenommen. Wie einst Rocky Balboa im legendären Hollywood-Streifen mit Sylvester Stallone wollte der „Koloss von Köln“ seinen übermächtig erscheinenden Gegner in die Schranken verweisen. Bei einem Sieg wäre der im Libanon geborene Herausforderer der erste deutsche Weltmeister im Schwergewicht seit Max Schmeling gewesen. Doch der Traum platze. Eine klaffende Wunde am rechten Auge Charrs brachte den Ringrichter – nach Zwiesprache mit Ringarzt Stefan Holthausen – dazu, den Kampf zu beenden und Klitschko zum Sieger durch technischen K.O. zu ernennen. Charr konnte es nicht fassen und wollte seinen Gegner unbedingt zum Weitermachen überreden. Denn er war sich sicher: „In der zweiten Kampfhälfte wäre Klitschko fällig gewesen!“

Letztendlich bleibt ein fader Nachgeschmack. Zwar lag Klitschko  zum Zeitpunkt des Abbruchs nach Punkten deutlich vorne, doch ein klarer Sieg wäre wohl auch ihm wesentlich lieber gewesen. Das Lager von Manuel Charr überlegt derzeit, Protest beim Boxverband WBC einzulegen. Immerhin hatte man Charr bei der Begutachtung seiner Verletzung nicht in die eigene Ecke, sondern die des Gegners geführt. Was dazu führte, dass der „eigene“ Ringarzt keinen genauen Blick auf den Cut werfen konnte, ehe der Kampf abgebrochen wurde. In jedem Fall ein ungückliches Ende für den „Diamond Boy“ aus der Domstadt. Ein Rückkampf gegen Vitali Klitschko ist in jedem Fall auszuschließen, denn der 41-Jährige Champion mit Politambitionen dürfte seine Karriere bald beenden.