fbpx

„Man muss es mit Humor nehmen“

Ein Eigentor machte ihn im Internet bekannt: Rondorfs Keeper Dominik Nitsch Foto: Ben Horn

Ein Eigentor machte ihn im Internet bekannt: Rondorfs Keeper Dominik Nitsch
Foto: Ben Horn

Ein Kölner Amateur-Keeper wird durch sein Missgeschick zum Internet-Star. Jetzt hat er es sogar zu „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ geschafft.
Mitspielen wie Manuel Neuer: Das würde jeder Torwart gerne tun. Für Dominik Nitsch wurde es Ende des vergangenen Jahres beim Hallenturnier in Weilerswist zum Verhängnis. Einen Rückpass nahm der Schlussmann des SC Rondorf II an und versuchte die Situation spielerisch zu lösen. Das funktionierte nicht ganz – ein äußerst kurioses Eigentor war die Folge.

Besonders bitter: Die Kollegen von „Pass Schuss Tor“ filmten den Fauxpas und stellten es ins Internet. Die „11Freunde“ gruben den Treffer aus und sorgten für Erheiterung bei Fußballfreunden im ganzen Land. Auch die WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ wurde auf das Missgeschick aufmerksam und nominierte das Eigentor des Rondorfers für die Wahl zum „Kacktor des Monats“. Für unsere aktuelle Köln.Sport-Ausgabe sprachen wir mit dem Unglücksraben.

Dominik, dein kurioses Eigentor in der Halle wurde gefilmt und ins Internet gestellt. Sogar die „11 Freunde“ haben es geteilt, so dass das Video auf Youtube tausendfach angeschaut wurde. Wie fühlst du dich als kleiner Internet-Star?
Es gibt natürlich Schöneres. Aber man muss das Ganze mit Humor nehmen. Vielleicht hätte ich für jeden Klick Geld fordern sollen.

Wie hat dein Team auf das Missgeschick ­reagiert? Gab es auch Reaktionen außerhalb der eigenen Mannschaft?
Es hat ordentlich Sprüche gehagelt, ich werde schon teamintern als neuer Stürmerstar gehandelt. Mein Vater ist zufällig im Internet auf das Video gestoßen und hatte darauf geklickt, ohne zu wissen, dass ich das bin. Da musste auch er lachen!

Es gibt viele Kommentare unter den Videos. Hast du dir die hämischen Sprüche gegeben oder galt das Motto „Augen zu und durch“?
Unter dem Facebook-Post der „11 Freunde“ habe ich schon ein paar Kommentare gelesen. Bei manchen Sprüchen denkt man sich schon: Das sollte dir mal widerfahren. Ich habe schon viel, viel dümmere ­Aktionen auf dem Fußballplatz gesehen, aber aus­gerechnet ich bin bei so einem Ding gefilmt worden.

Ist dir so ein Patzer schon einmal unterlaufen?
Nein, so lange stehe ich ja noch nicht im Tor. Bis zu dieser Saison war ich noch Feldspieler. Dort habe ich auch ins richtige Tor getroffen.

Und nun? Was ist die Konsequenz aus dem Fauxpas? Jetzt wird der Ball nur noch rausgebolzt?
Ja, ich riskiere da nichts mehr. Wie heißt es so schön in der Kreisliga: Hoch und weit bringt Sicherheit!

Interview: Thomas Reinscheid