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Länderspiel: Köln ist vorbereitet

Quelle: IMAGO

Auch dank des Sieges gegen Österreich kann die deutsche Nationalelf am Freitag in Köln das WM-Ticket lösen.

Am morgigen Freitag gastiert die Nationalmannschaft im RheinEnergieStadion. Köln.Sport erklärt, was im Vorfeld alles geleistet werden muss – und wie die Rheinmetropole vom Besuch der DFB-Elf profitiert.

Gut drei Jahre liegt der letzte Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Köln mittlerweile zurück. Ohne große Mühe siegte die DFB-Elf in diesem ersten Pflichtspiel nach der Weltmeisterschaft in Südafrika im September 2010 mit 6:1 gegen Aserbaidschan. Generell ist der Standort Köln für das Nationalteam ein gutes Pflaster: Seit 1908 fanden 23 Länderspiele in der Rheinmetropole statt. Siebzehn Mal verließen die Deutschen den Platz als Sieger, schlugen unter anderem die großen Rivalen Niederlande und Brasilien. Fünf Partien in Köln-Müngersdorf endeten unentschieden. Lediglich einmal musste sich die DFB-Elf bislang geschlagen geben – und das ausgerechnet gegen den heutigen Dauerrivalen Spanien. Allerdings datiert diese Niederlage vom 12. Mai 1935 und liegt somit bereits mehr als 78 Jahre zurück.

Attraktiver Länderspielstandort
„Köln ist ein attraktiver Länderspielort und hat sich schon lange etabliert“, sagt Hans Rütten, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH, vor dem anstehenden WM-Qualifikationsspiel gegen Irland. Dieses bedeutete für den Betreiber des RheinEnergieStadions wieder viel Arbeit im Vorfeld, denn ein Auftritt der deutschen Nationalmannschaft will gut vorbereitet sein. „Wir haben eine entspannte Zusammenarbeit mit dem DFB. Auf den Standort Köln ist immer Verlass“, so Rütten. Vor allem im Bereich der Infrastruktur waren zahlreiche Arbeiten zu erledigen. Da Stehplätze bei internationalen Spielen nicht zugelassen sind, mussten diese Bereiche mit Sitzschalen versehen werden. Statt 50.000 fasst die Arena morgen dann nur noch 46.000 Zuschauer. Auch dem größeren öffentlichen Interesse muss der Standort Rechnung tragen. Zusätzliche Plätze für Ü-Wagen und Kamerateams müssen ebenso zur Verfügung gestellt werden, wie 100 Extra-Sitzplätze für die Vertreter der Medien, die auf dem Oberrang der Westtribüne untergebracht werden. Werben dürfen im Stadion nur die offiziellen Sponsoren des DFB, die Banden mit den Schriftzügen der Partner des 1. FC Köln müssen also für einen Abend weichen. Immerhin darf das Stadion seinen Namen behalten. „Das war auch schon anders“, erinnert sich Rütten.

Zum Problem im Vorfeld des Länderspiels könnte einmal mehr die Verkehrssituation in der Stadt werden. Die ist traditionell schwierig. „Unser Stadion liegt eben in der Stadt. Ein reibungsloser Ablauf kann nur gewährleistet werden, wenn alle beteiligten Akteure zielgerichtet arbeiten“, erklärt Rütten, der seit dem Jahre 1999 für die Kölner Sportstätten verantwortlich ist. Trotz allem Aufwand, den der Stadionbetreiber im Vorfeld auf sich nehmen muss: Ein Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auszutragen, ist ein lohnendes Geschäft! „Es ist finanziell mit Sicherheit hochattraktiv“, bestätigt Rütten, der über Zahlen allerdings nicht sprechen will. Wichtig sei, dass man den Nutzen für die Stadt Köln sehe. Und dieser sei enorm, wie auch Dieter Sanden, Leiter des Kölner Sportamtes bestätigt: „Durch ein Länderspiel erfährt die Sportstadt Köln nationale sowie internationale Beachtung, kann sich präsentieren und positionieren.“

Und präsentieren kann sich Köln am Freitag einmal mehr als attraktiver Länderspielort, der bekannt ist für sein begeisterungsfähiges Publikum und die einmalige Atmosphäre. Nicht einmal zwei Stunden hat es gedauert, da waren die Tickets für das letzte Heimspiel im Rahmen der WM-Qualifikation restlos vergriffen. „Natürlich haben wir mit einem ausverkauften Stadion gerechnet, jedoch nicht mit einem solchen Ansturm“, erklärt Sanden, der sich auf einen tollen Fußballabend in Müngersdorf freut. Ihren Anteil daran dürften auch die irischen Fans haben. Circa 6.000 Schlachtenbummler von der grünen Insel werden erwartet. „Das wird eine riesengroße Party. Die meisten werden das gesamte Wochenende in Köln bleiben“, ist Adrian O’Connell, Inhaber des Jameson Pub auf der Friesenstraße, überzeugt. Der gebürtige Ire erwartet viele Freunde, die zum ersten Mal nach Köln kommen werden.

Verzichten müssen die hiesigen Fans an diesem Fußballabend allerdings auf Lukas Podolski, der sich im Trikot des FC Arsenal verletzte und nicht mit dabei sein kann, wenn sich das deutsche Team mit einem Sieg das Ticket zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien sichern kann. Nach den Erfolgen gegen Österreich und die Färöer brachte Poldi via Facebook dennoch seine Vorfreude zum Ausdruck: „Jetzt machen wir in KÖLN – der geilsten Stadt und im besten Stadion – die WM klar 😉 Wie 1989!“ Da nämlich sicherte sich die DFB-Elf durch einen 2:1-Sieg im Müngersdorfer Stadion gegen Wales das Ticket zum Turnier 1990 in Italien. Der Ausgang ist bekannt – Deutschland wurde Weltmeister!