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Kölscher „Soli“ soll bedrohte Vereine retten

Quelle: Ramme

Borussia Kalk erhöht aufgrund der Mehrkosten die Mitgliedsbeiträge und befürchtet nun den Austritt zahlreicher Mitglieder

Vereine, die Sportanlagen von der Stadt Köln anmieten, müssen erstmals die dort anfallenden Nebenkosten selbst zahlen. Dabei stehen Summen im Raum, die teilweise Existenzen gefährden.

 

Der Aufschrei kam spät, aber dafür umso lauter. Mitte 2010 informierte das Sportamt der Stadt Köln alle Mieter städtischer Sportanlagen, dass sie fortan – wie es die Mietverträge zwischen der Stadt und den Vereinen auch vorsehen – für die gemieteten Flächen und Gebäude die anfallenden Kosten für Straßenreinigung, Kanalbenutzung und Müllabfuhr sowie für den Strom-, Gas- und Wasserverbrauch selbst tragen müssen. In der Vergangenheit hatte die Stadt diese Kosten nicht in Rechnung gestellt. Für die Nebenkosten aus 2010 war Sportamtsleiter Dieter

Sanden gezwungen, diese nun erstmals einzutreiben. Die betroffenen Vereine waren frühzeitig informiert worden, bloß die Höhe der Forderungen konnte niemand so recht einschätzen. Als dann die ersten Abrechnungen bei den Vereinen eingingen, klappte dem einen oder anderen Kassenwart prompt die Kinnlade runter. Summen zwischen 70 und gut 8.000 Euro wurden aufgerufen – insbesondere kleinere Vereine stellen diese Forderungen vor existenzielle Probleme.

„Macht es so noch Sinn?“

Zu denen, die es am heftigsten getroffen hat, zählt Borussia Kalk. Der Fußballverein mit rund 260 Mitgliedern muss 8.200 Euro erstatten,

Nebenkosten, die die Stadt Köln bislang für den Verein gezahlt hatte. Die Abrechnung hat die gesamte Jahreskalkulation über den Haufen geworfen. 60 Prozent des Betrags wird Borussia Kalk von der Unterhaltungsbeihilfe abgezogen, der Rest schlägt als zusätzliche Verschuldung zu Buche. „Im Grunde ist das aber nur eine Umverteilung, das Geld fehlt uns so oder so“, klagt Salvatore Saporito, der 1. Vorsitzende des Vereins.

Borussia Kalk wird nun als Reaktion auf den Bescheid seine Mitgliederbeiträge erhöhen müssen. Aber um welchen Preis?

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