fbpx

Kölner wollen Kipchoges Rekord

Im Oktober 2019 lief der Kenianer Eliud Kipchoge als erster Mensch überhaupt die Marathon-Distanz von etwas mehr als 42 Kilometern in unter zwei Stunden. Ein Rekord für die Ewigkeit? In Köln hofft man, diese Bestmarke am Wochenende knacken zu können.
Kipchoge

Muss Rekordmann Eliud Kipchoge, hier bei seinem Wahnsinnslauf, am Samstag um den Rekord zittern? (Foto: getty images)

1:59:40 war Langstrecken-Legende Eliud Kipchoge am 12. Oktober des vergangenen Jahres unterwegs, als er gefolgt von einigen Tempomachern die Marathon-Ziellinie überquerte. Obwohl der Rekord aufgrund fehlender Wettkampfbedingungen nicht offiziell anerkannt wird, sind sich Sportler und Läufer jedoch über dessen Rechtmäßigkeit einig – zu beeindruckend die Leistung des 35-Jährigen.

„Beat Eliud“

Dennoch wollen ihm einige Kölnerinnen und Kölner am Wochenende den Rekord „abluchsen“ – oder ihn zumindest als Staffel unterbieten. Unter dem Motto „Beat Eliud“  gehen zehn Läuferinnen und Läufer aus Kölner Vereinen an den Start, um die historische Bestzeit zu knacken. Die Athletinnen und Athleten, die aufgrund der Corona-Pause nicht an Wettkämpfen teilnehmen konnten, wollen zeigen, dass sie sich nicht auf die faule Haut gelegt haben. Denn auch in diesen schwierigen Zeiten haben unsere Helden weiter alles gegeben. Und sind nun bereit, diese Fabelzeit gemeinsam als Staffel zu unterbieten.

Gelaufen wird auf der Anlage des ASV Köln in Müngersdorf. Um den Rekord zu knacken, müssen sie am Samstag auf der Rennbahn des ASV 105,5 Runden à 400 Meter laufen – pro Runde haben sie dabei runter gerechnet nur 68 Sekunden Zeit. Dabei ist für jede Läuferin und jeden Läufer ein Durchschnittstempo von 21 km/h gefordert – welches auch Kipchoge im Vorjahr lief.

Zuschauer unter Auflagen

Los geht es um 16 Uhr, eine Stunde früher erfolgt bereits der Einlass. Bezüglich Zuschauern machten die Veranstaltung folgende Mitteilung: „Das Event ist aufgrund der geltenden Corona-Regelungen des Landes NRW auf 300 Zuschauer limitiert. Die Tickets für den Einlass werden über die drei Triathlonvereine vergeben. Hier gilt die Regelung „first come – first serve“. Sollte das Maximum an Personen erreicht sein, kann kein Zugang zum Event gewährt werden. Wir bitten daher, um rechtzeitige Meldung, um Ansammlungen und Enttäuschungen vor Ort zu vermeiden.“

Die Kölnerinnen und Kölner laufen übrigens neben dem Rekord auch für den guten Zweck. So sollen für die Kölner Organisation RheinFlanke, die sich um sportpädagogische Angebote für Jugendliche kümmert, Spenden gesammelt werden. Das erste Spendenziel von 4000 Euro wurde über Partnerfirmen und Privatspender schon zwei Wochen vor dem Event erreicht. Am Samstag gibt es auf dem ASV-Gelände bei Getränken, Grill, Tombola und vielem mehr aber noch die Möglichkeit, auf diese Summe ordentlich etwas drauzufsetzen. Und vielleicht Zeuge eines „neuen Weltrekords“ zu werden.