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Box-Champion dank Kölsch-Hymne?

Quelle: privat

Erfolgreiches Trio für den WM-Titel: Prinz Lorenzo, Barbara Schiller und Andy Garden (v.l.).

Der Kölner Profi-Boxer Prinz Lorenzo aus Togo, eigentlich Restaurant-Besitzer in Zündorf, will 2014 Weltmeister werden. Mit welchem ungewöhnlichen Motivations-Trick das funktionieren soll? Lesen Sie es hier nach.

Die Musiker Barbara Schiller, Andy Garden und Noel Garden, bekannt als die „Kölner Herzen“, die in der Regel mit Benefiz-Songs für Hilfsprojekte auftreten, haben eine fetzig-rockige Box-Hymne komponiert und geschrieben. Anlass: Der Kölner Profi-Boxer Prinz Lorenzo, dreifacher WM-Champion im Mittelgewicht nach WCO-Version, hat das Training aufgenommen. Schwimmen, Laufen, Technik-Training und Sparring, der migrierte Togolese, lässt zurzeit sportlich, in- und außerhalb des Box-Rings, die Fetzen fliegen.

Denn Ende März 2014, steht ein Qualifikationskampf der bekannteren WBU, um die Weltmeisterschafts-Krone im Leicht-Mittelgewicht, in der togolesischen Hauptstadt, Lomé, an. Der Kontrahent um Duell der WBU – in dem Verband sind die wohl stärken Boxer vertreten – ist voraussichtlich ein Europäer. Endgültig wird das Anfang März bekannt gegeben.

Der fetzige Einmarsch-Song „Fight Fever“ der „Kölner Herzen“ soll dem 32-jährigen Zündorfer aus Afrika einen kräftigen Schub Motivation mit in den Ring geben, ist aber auch ein Wohltätigkeits-Lied. Der Erlös aus dem Verkauf der Komposition, die in den Handel geht, fließt an ein Waisenhaus in Kamerun.

„Der Song könnte ein Hit werden und dient der guten Sache“, zeigt sich Andy Garden optimistisch, dass reichlich finanzielle Unterstützung für bedürftige Kinder nach Kamerun gelangt. „Ich möchte mit meinem Namen als Boxer, den Verkauf der CD ankurbeln“, ergänzt Prinz Lorenzo. In dem spritzigen Song, der Kampfbereitschaft und Zukunfts-Visionen thematisiert, richtet der Kölner, der zur Würdigung seiner drei WM-Gürtel 2012, vom König seines Heimatdorfes, Dekamne-Lolanme (Süd-Togo), in den Adelsstand erhoben und zum Prinzen ernannt wurde, eine Botschaft von Vaterlandsliebe und Frieden an das togolesische Volk.

Hat die Hymne, aus Kölscher Schreib-Feder, dem ehrgeizigen Togolesen die notwendige Kraft und Energie verliehen, den bevorstehenden Fight erfolgreich zu bestehen, soll dann der WM-Gürtel her. Wer der Beste zwischen den Ring-Seilen im Leicht-Mittelgewicht der WBU ist – der Titel ist derzeit vakant – wird im Sommer 2014 ermittelt. Der Austragungsort steht noch nicht fest.

Die „Kölner Herzen“, deren Gründung noch nicht lange zurückliegt (Juli 2013), singen auf feierlichen Anlässen ein breites Repertoire von fetzigem Rock bis zu ruhigen Balladen. Auftritte und CD´s, immer für den guten Zweck. Schon bald, so planen die Interpreten der Formation, Barbara Schiller (Hauswirtschafterin), Andy Garden (Gärtner) und Joel Garden (Schüler), wollen sie hauptberuflich auf Tour zu gehen.

Prinz Lorenzo, der 2002 in die Domstadt kam, begann 2004 das Boxen. Der Wahl-Kölner absolvierte, nach seiner Ankunft in der rheinischen Metropole, eine Ausbildung zum Restaurant-Fachmann. Er wechselt zu Starbucks, weil er dort die Chance sah, zum District-Manager aufzusteigen. Neben den boxerischen Lorbeeren ist Prinz Lorenzo inzwischen stolzer Besitzer von zwei Restaurants am Zündorfer Rhein-Ufer. In seinem Wirtshaus „Pastis Nepomuk“ serviert der Wahl-Kölner französische Küche, während im „Pastis Baccus“, nur wenige Meter entfernt, afrikanisch gekocht wird. Der vierte WM-Triumpf soll die Box- Karriere des mittlerweile auch erfolgreichen Geschäftsmannes aus Togo nun krönen.

Andrej Retiet