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Köln.Sport

Kein Handyverbot in den KölnBädern

Die Sommersaison hat in den meisten Kölner Schwimmbädern bereits begonnen, die Freude auf das kühle Nass ist groß. Dennoch wird ein Thema wieder heiß diskutiert: das Verhalten von Flüchtlingen in den Badeanstalten.
Besonders die kleinen Besucher erfreuen sich im Stadionbad in Köln am Turmspringen

Bei den warmen Temperaturen läuft auch in Köln die Freibadsaison wieder an. Von einer „Flüchtlingsproblematik“ will Berthold Schmitt, Geschäftsführer der KölnBäder, aber nichts wissen (Foto: KölnBäder)

Endlich ist es wieder soweit: Die Temperaturen steigen in die Höhe, die Kleidung wird dezenter und die Schwimmbäder sind brechend voll. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch die angebliche Problematik von Flüchtlingen, die in den Augen Einiger nur zum Spannen in die Bäder kommen, ist wieder in aller Munde. Es geht sogar soweit, dass mehrere deutsche Schwimmbäder ihren Besuchern Fotoaufnahmen verbieten, teilweise gilt sogar ein generelles Smartphone-Verbot.

Der Geschäftsführer der KölnBäder, Berthold Schmitt, bezieht zum Thema Handyverbote eine klare Stellung: „Im Saunabereich habe ich dafür noch Verständnis. Aber im Freibad sehe ich das mehr als kritisch. Ich will zum Beispiel, dass meine Tochter mich anrufen kann“, so Schmitt. Zudem sei ein solches Verbot logistisch nicht durchsetzbar.

Dass die Ursache der Handyverbote ausgerechnet Flüchtlinge sein sollen, ist für Schmitt nicht nachvollziehbar: „Ich wehre mich gegen die Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsgruppierung. Das sind nicht immer und ausschließlich die Bösen.“ Im Gegenteil: Die Integration der Flüchtlinge steht auf der Agenda der Bäder und läuft bislang ganz gut.

So gut, dass vereinzelt Flüchtlinge zu Rettungsschwimmern ausgebildet werden: „Die meisten integrieren sich, und wir haben auch schon viele integriert. Wir sollten damit aufhören, Flüchtlinge zu stigmatisieren. Unsere von sensibilisierten Fachkräften bewachten Bäder gehören auch heute zu den sichersten öffentlichen Einrichtungen“, erklärte Schmitt.

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