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Pokalfinale: Kicken, feiern, flanieren

Toni Schumacher, Sandra Fritz, Liz Baffoe, Janus Fröhlich, Doris Fitschen, Dr. Agnes Klein, Sonja Fuß

Im Mittelpunkt bei der Kick-Off-PK zum Fan- und Familienfest: Die DFB-Pokaltrophäe der Frauen
Foto: Sportamt der Stadt Köln

Vor dem „großen Finale“ ist der Nachwuchs an der Reihe. Im Vorprogramm des Pokalendspiels treten Dutzende Mädchenteams bei Turnieren an. Beste Stimmung garantiert auch die bunt bestückte Fanmeile.

Am 21. Mai wird Köln erneut zu Deutschlands Hauptstadt des Mädchen- und Frauenfußballs. Neben dem DFB-Pokalfinale der Frauen zwischen dem SC Sand und Titelverteidiger VfL Wolfsburg ist auch in diesem Jahr das Familien- und Fanfest der große Publikumsmagnet: Rund um das RheinEnergieStadion erleben Interessierte ein breit gefächertes Programm rund um Sport, Spaß und Bewegung. „Man sieht jedes Jahr, wie Jung und Alt, Sportfans oder auch nicht dieses Fest genießen. Das Programm zählt sicher zu den Besonderheiten des Events. Es ist eine einzige Fußball-Open-Air-Party“, erklärt Kölns Sportdezernentin Dr. Agnes Klein.

Bevor um 15 Uhr im großen Stadion das DFB-Pokalfinale zwischen Titelverteidiger VfL Wolfsburg und Herausforderer SC Sand angepfiffen wird, rollt auf den Vorwiesen bei verschiedenen Mädchen-Turnieren der Ball. Nachdem im Vorjahr ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt worden ist, treten auch diesmal mehr als 75 D- und E-Jugend-Teams gegeneinander an. Neben Vereinsmannschaften sind auch Teams von Grundschulen sowie weiterführenden Schulen im Einsatz. Erstmalig durchgeführt wird in diesem Jahr ein Turnier der FVM-Talentförderzentren, in denen der Fußballverband Mittelrhein an drei Standorten die stärksten Nachwuchskickerinnen ausbildet. Der Talentfördercup, begleitet vom Land NRW, mit sechs D-Jugend-Mannschaften findet von 9.30 Uhr bis 14 Uhr auf der Sportanlage Salzburger Weg statt. „Es ist hervorragendes Angebot vom Breitensport bis in den Leistungsbereich. Die Veranstaltung ist eine rundum gelungene Sache, die auch eine große Wirkung auf den Mädchen- und Frauenfußball in der Region hat“, erklärt FVM-Referentin Sandra Fritz: „Die Vorfreude bei den Mädchen ist bereits seit Monaten riesig!“

Trailer Pokalfinale der Frauen 2016 from Die Netzwerker on Vimeo.

Fan- und Familienfest vor dem Stadion

Kaum verwunderlich also, dass auch prominente Ehrengäste ihr Kommen bereits angesagt haben: Neben Bundestrainerin Silvia Neid werden ebenfalls NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bundespräsident Joachim Gauck beim Duell „David gegen Goliath“ in Müngersdorf erwartet. Auch Toni Schumacher, leidenschaftlicher Botschafter des DFB-Pokalendspiels in der Domstadt, freut sich auf den 21. Mai: „Ich bin stolz, dass die Stadt Köln dieser Veranstaltung eine Bühne bietet. Das ist etwas ganz Besonderes, ein Highlight des deutschen Frauenfußballs bei uns begrüßen zu dürfen“, sagt der Vizepräsident des 1. FC Köln. Das unterstrich auch Doris Fitschen, Managerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: „Als wir 2009 das Finale als eigenständiges Event nach Köln gaben, war es schon ein kleines Wagnis. Aber es war die absolut richtige Entscheidung – das Endspiel hat sich nicht nur in der Stadt etabliert. Es ist eine Veranstaltung, wie es sie in Deutschland und vermutlich auch Europa nicht noch einmal gibt.“

Doch nicht nur auf dem Rasen dreht sich am Finaltag alles um das runde Leder. Die Fanmeile vor der Arena bietet Spiel, Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie. Neben dem Bühnenprogramm, das mit Cat Ballou, Miljö und den Höhnern ganz im Zeichen der Gute-Laune-Musik steht, gibt es viele Mitmach-Aktionen. An diversen Stationen können Besucher ihr sportliches Geschick unter Beweis stellen, etwa an der Frisbee-Wurfwand, einem Fußball-Parcours, an der Torwand oder bei einer Fitness-Challenge des SC Janus. Andere Sportarten wie Kampfkunst oder Boxen werden ebenfalls demonstriert. Mit Loopyball wird ein neuer Funsport präsentiert. Das Programm auf der Fanmeile startet um 11.11 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. Für die Finalpartie sind noch Tickets ab sieben Euro verfügbar, aktuell wurden bereits 12.000 Karten verkauft. „Wir hoffen, dass wir die 20.000-Zuschauer-Marke noch knacken“, sagt Fitschen.