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KEC verliert DEL-Finale

Traueernde Haie, jubelnde Ingolstädter.

Traueernde Haie, jubelnde Ingolstädter.

Es hat nicht sollen sein. Die Kölner Haie verlieren die zweite Finalserie der DEL in Folge. Ingolstadt ist Deutscher Meister.

Schon lange vor dem Eröffnungs-Bully war die Spannung greifbar. Der Lärm bei der Hymne und der Mannschaftsvorstellung ohrenbetäubend, um ein Vielfaches lauter als bei den Spielen zuvor.

Man spürte: Ganz Kölle drückt den Haien die Daumen. Das ließ sich natürlich auch der Kölsche Jung Lukas Podolski nicht entgehen, der zum siebten Spiel wieder aus London angereist war und mit FC-Kumpel Slawo Peszko und Berater-Freund Nassim auf der Haupttribüne mitfieberte.

Einzig, es nutzte nichts. „Poldi“ brachte „seinen“ Haien kein Glück.

Die Partie begann mit teilweise hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten – auch die Spieler schienen langsam zu realisiert zu haben, um was in diesem Spiel ging. Spiel sieben, die Entscheidung muss fallen. Was gibt es Schöneres im (Eishockey-)Sport?!

Nach torlosem ersten Drittel, ging es auch im zweiten Abschnitt packend weiter. Allerdings mit leichtem Übergewicht für Gäste aus Ingolstadt. Der Atem stockte den KEC-Fans gleich mehrfach. In der 37. Spielminute verstummte die LANXESS arena dann für einen Moment gänzlich. Christoph Gawlik, der kleiner Fighter in Reihen der Panther, brachte den Puck irgendwie an Haie-Keeper Danny aus den Birken vorbei ins Netz. 0:1! Der Gästeblock im Oberrang bebte. Leider nicht zum letzten Mal an diesem Abend.

Nur 28 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da klingelte es erneut im Haie-Tor. John Laliberte, bisher noch ohne Final-Treffer erhöhte für Ingolstadt zum 0:2. Im Anschluss war auf dem Eis die Luft nach sieben langen Playoff-Spielen raus. Die Panther verwalteten, der KEC versuchte noch einmal Druck aufzubauen, entwickelte aber keiner Durchschlagskraft mehr. Endstand 0:2.

Eines war schon vor dem Spiel klar: Das Team, das heute den Pokal heute mitnimmt, hat ihn nach dieser spannenden Best-of-Seven-Serie mehr als verdient. Ingolstadt, als Hauptrunden-Neunter über die Pre-Playoffs bis ins Finale gestürmt, räumte alle Favoriten vom Eis. Und wer nach zwei Auftakt-Niederlagen und einem verlorenen Match-Puck auf eigenem Eis in der pickepacke vollen Kölner Arena gewinnt, darf auch feiern.

Die Haie fühlten sich zurückversetzt ins Jahr 2003. Seinerzeit verlor man ebenfalls das entscheidende Finalspiel auf eigenen Eis und musste den Gästen aus Krefeld beim Meisterjubel zusehen.

Die Enttäuschung ist natürlich riesig in der Domstadt. Jetzt heißt es, die Saison aufzuarbeiten. Was alles auf der To-do-Liste von Uwe Krupp und Co. steht, erfahren Sie übrigens in der aktuellen Ausgabe von Köln.Sport.