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Jekyll & Hyde in der BayArena

Quelle: Imago

Die Bayer-Mannschaft setzte gestern ein deutliches Zeichen nach außen: Nach dem 2:1 durch Sam rannte das Team angeführt vom Torschützen zum in der Presse kritisierten Trainer Robin Dutt.

Zwei völlig unterschiedliche Hälften bringen Bayer dem Achtelfinale einen großen Schritt näher. In etwas mehr als drei Minuten drehen Schürrle und Sam die Partie zugunsten der Werkself. Manchmal ist Fußball ein sehr, sehr komischer Sport: Wer das Champions League-Gruppenspiel von Bayer Leverkusen gegen den FC Valencia in den ersten 45 Minuten gesehen hat, hätte noch nicht einmal einen Pfifferling auf einen Sieg der Werkself gesetzt.

Zu überlegen präsentierten sich die Spanier in der ersten Halbzeit und hätten locker einen höheren als den 1:0-Pausenstand in die Kabine bringen müssen. Der junge Leno hielt seine Werkself durch erneute Blitzreflexe im Spiel, dazu tat der Pfosten sein Übriges.

Von Bayer kam bis zur 40. Minute gar nichts – null Torschüsse verbuchten die Statistiker zu diesem Zeitpunkt für die Dutt-Elf, die leblos auf dem Platz dahin trabte und den Zuschauern eine Leistung zum Weglaufen anbot. Die Kritik an Trainer und Mannschaft schien sich auf das Spiel ausgewirkt zu haben.

Doch irgendetwas schien in der Pause passiert zu sein. Bayer kam wie ausgewechselt aus der Kabine – und drehte die Partie mit einem Doppelschlag. Erst traf Nationalspieler André Schürrle, kurz danach Sidney Sam nach überragendem Anspiel vom oft kritisierten Michael Ballack.

Mit dem 2:1 macht Bayer einen enorm wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale. Hinter dem FC Chelsea liegend hat die Werkself nun vier Punkte Vorsprung auf Valencia – ein gesundes Polster, auf dem sich allerdings nicht ausgeruht werden sollte.

Für Coach Robin Dutt, unter der Woche nach dem leidenschaftslosen Auftreten in Mönchengladbach arg in die Kritik geraten, bedeutet der Erfolg vor allen Dingen eines: Ruhe.