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Immer wieder freitags gewinnt Fortuna Köln

Zwei Matchwinner für Fortuna: Marco Königs und Hamdi Dahmani (v.l.) ragen aus einer spielstarken Mannschaft heraus und führen Fortuna Köln zum 5:1-Sieg gegen Hansa Rostock

Zwei Matchwinner für Fortuna: Marco Königs und Hamdi Dahmani (v.l.) ragen aus einer spielstarken Mannschaft heraus und führen Fortuna Köln zum 5:1-Sieg gegen Hansa Rostock

Mit dem 5:1 (3:1) gegen Hansa Rostock gelingt Fortuna Köln ein perfekter Start ins Pflichtspieljahr und erneut ein Heimsieg am Freitagabend.

Der Freitagabend im Kölner Südstadion begann mit einem Feuerwerk. Abgefeuert vom Fortuna-Trainingsgelände hinter der Stehplatztribüne schossen die Raketen in den Kölner Abendhimmel und hießen König Fußballs Rückkehr aus der Winterpause willkommen. Und es brauchte lediglich eine Viertelstunde vorsichtigen Abtastens, ehe der Funke auf die Heimmannschaft übersprang. Julius Biada (15.) und Marco Königs (16./20./FE) sorgten im Eiltempo für eine frühe Vorentscheidung. Zunächst fand eine perfekt getimte Flanke von Kristoffer Andersen den am zweiten Pfosten postierten Biada, der den Ball mit dem Kopf nur noch über die Linie drücken musste. Der Jubel beim Anhang war noch nicht verstummt, da hatten die Südstädter erneut zugeschlagen: Hamdi Dahmani schaltete nach einem Ballverlust der Hanseaten am schnellsten, schickte Königs und der vollendete durch die Beine vom ehemaligen Nachwuchsspieler des 1. FC Köln, Marcel Schuhen.

Drei Minuten hielt sich die Hansa-Kogge unbeschadet im unruhigen Gewässer, ehe der erfahrene Schiedsrichter Wolfgang Stark auf Elfmeter entschied, nachdem Dahmani von Marco Kofler im Strafraum eindeutig gehalten worden war. Königs trat an und verwandelte mit einer Selbstverständlichkeit, die an Hans-Jörg Butt zu besten Zeiten erinnerte. Mit ordentlich Wucht hämmerte der Stürmer den Ball ins linke Eck und durfte sich über seinen bereits zwölften Saisontreffer freuen.

Drei Tore in fünf Minuten: Mehr Feuerwerk brauchte es nicht, um die abstiegsbedrohten Gäste von der Ostsee abzufertigen. Trainer Uwe Koschinat hatte mit seiner Aufstellung überrascht, jedoch augenscheinlich alles richtig gemacht. Statt sich zwischen Daniel Flottmann, Florian Hörnig und Boné Uaferro zu entscheiden, stellte er alle drei Innenverteidiger auf und sorgte so für eine absolute Luft- und Zweikampfhoheit. Zudem gelang es der Fortuna, angeführt vom starken Uaferro, das Spielfeld enorm eng zu halten und immer wieder Ballverluste bei den unsicher wirkenden Rostockern zu provozieren. Ein wie immer pass- und dribbelstarker Andersen war der Dreh- und Angelpunkt, der Angreife initiierte und die Offensivreihe mit Dahmani, Biada und Königs optimal in Szene setzte. Das Fortuna-Trio hatte dann auch sichtlich Spaß am gefplegten Kurzpassspiel. „Mit den Jungs zu kicken, ist einfach geil. Sobald das Flutlicht angeht, scheint es bei uns Klick zu machen“, sagte Biada nach dem vierten Heimsieg im vierten Freitagabendspiel der Saison.

Diesen konnten die Gäste, die durch einen von Tobias Jänicke direkt verwandelten Freistoß zwar zum Anschluss kamen (44.), nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen. Zumal Elfmeter-Verursacher Kofler in der Pause allzu diskussionsfreudig war und bei Stark damit an die falsche Adresse geriet. Es ist in der Branche durchaus bekannt, dass der bayerische Referee allzu lautstarke Widerworte und körperliche Berührungen nicht besonders schätzt. Die Folge: Eine kuriose Gelb-Rote Karte für Kofler in der Halbzeitpause. Zwar warfen die Gäste nach der Pause nochmals alles nach vorne, doch die kurzfristigeDrangphase überstanden die Hausherren unbeschadet. Auf der Gegenseite verhinderte Marcel Schuhen zunächst gegen Andersen, Dahmani und Königs eine höhere Pleite. Doch dann kam Joker Cauly Oliveira Souza, lief zunächst allen Rostockern davon zum 4:1 (72.) und netzte dann eine Flanke von Lars Bender zum Endstand ein (83.).

Nach vier Niederlagen aus vier Testspielen feierten die Südstädter einen perfekten Auftakt in die zweite Saisonhälfte. „Ich habe immer gesagt, dass es Blödsinn ist, unsere Vorbereitung nach den Testspielergebnissen zu bewerten“, kommentierte Biada, der den zwischenzeitlichen Sprung auf Tabellenplatz sechs noch auf dem Platz gut einornen konnte: „Wir wollen so schnell wie möglich die Klasse halten, alles andere beschäftigt uns nicht.“ Für verbales Feuerwerk ist man bei Fortuna Köln an der falschen Adresse.