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„Haimkomplex“ setzt sich fort

Quelle: IMAGO

Jason Jaspers am Boden: Ein Sinnbild für die Heimspiele des KEC in dieser Saison

Die Kölner Haie schenken den Sieg gegen den EHC München in den letzten zehn Minuten noch her und verlieren mit 1:2 in eigener Halle.

Drei Spiele in fünf Tagen mussten die Kölner Haie absolvieren. Ein stolzes Pensum, dass einigen Spielern in der Partie gegen den EHC München in den Knochen zu stecken schien. Konnten die Haie in den beiden Auswärtsspielen am Wochenende noch punkten, blieben sie vor den eigenen Fans gänzlich ohne Zähler.

Dabei führten das Team von Headcoch Uwe Krupp nach einem frühen Treffer von Philip Gogulla (3. Minute) bis zur 51. Minute. Weitere Chancen konnte der KEC jedoch nicht nutzen. So kam es, wie es kommen musste: Ex-Hai Bryan Adams sorgte für den Ausgleich. Eric Schneider verwandelte einen berechtigten Penalty zum 1:2. Und plötzlich wurden die Beine der KEC-Cracks noch schwerer. Zwei Überzahl-Situationen kurz vor Schluss blieben erfolglos. So konnten die Münchener mit minimalem Aufwand die Punkte entführen.

Damit bleibt die Lanxess-Arena ein gutes Pflaster für Gäste-Teams. Die Niederlage gegen München war bereits die fünfte „Haimpleite“ im sechsten Spiel auf eigenem Eis. Feiern durften die KEC-Fans nur gegen die Hamburg Freezers (4:3). Und das ist schon fast wieder einen Monat her. Heimspiele entwicklen sich mehr und mehr als schwere Bürde für das junge Haie-Team. Auch vor dem gegnerischen Tor flattern die Nerven: Gerade einemal sechs Tore erzielte der KEC in der Arena. Nur einmal verzeichnete die Mannschaft von Uwe Krupp mehr als einen eigenen Treffer.

Zu wenig für die die Haie-Fans? Noch liegt der Zuschauerschnitt knapp über der magischen 10.000er Marke. Aber: Präsentieren sich die Haie zuhause weiter schwach, bleiben die Zuschauer wieder fern. Gegen München waren es 8.865 – an einem Feiertag.

Uwe Krupp hat die Zeichen der Zeit jedenfalls erkannt: „Wir müssen endlich damit anfangen, Spiele konzentriert zu Ende zu spielen und vor dem Tor abgebrühter zu werden.“ Bleibt zu hoffen, dass seine Spieler diese Worte schnell verinnerlichen.

Tore: 1:0 Philip Gogulla (3.), 1:1 Bryan Adams (51.), 1:2 Eric Schneider (53./Penalty)

Zuschauer: 8.865