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Hector Teil des Neuanfangs

Joachim Löw setzt weiter auf Jonas Hector. Das ist eine Erkenntnis der ersten Kadernominierung nach der Weltmeisterschaft, die der Bundestrainer heute Mittag bekannt gab.
Hector

Dauerbrenner: Seit seinem Debüt am 24.11.2014 bestritt Jonas Hector 39 Länderspiele. (Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Bleibt Jonas Hector Nationalspieler, obwohl er mit seinem Verein derzeit nur in Deutschlands zweithöchster Spielklasse antritt? Dieser Frage stellte sich vor der Nominierung für die Länderspiele der „Mannschaft“ am 6. (in München gegen Frankreich) und 9. September (in Sinsheim gegen Peru). Die Antwort gab Jogi Löw heute Mittag. Der zuletzt gesetzte Linksverteidiger, der beim Effzeh unter Markus Anfang im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt, ist weiterhin fester Bestandteil der Nationalmannschaft.

Neben altbewährten setzt Löw aber auch auf neue Gesichter. So dürfen sich Kai Havertz, Thilo Kehrer und Nico Schulz erstmals über eine Nominierung freuen. Die beiden letztgenannten erhöhen den Konkurrenzkampf  in der Abwehr und stellen auch Alternativen auf der Hector-Position dar. Ob insbesondere Linksverteidiger Schulz den Kölner allerdings direkt verdrängt, darf bezweifelt werden. Kehrer hingegen ist eher in der Innenverteidigung zuhause.

Khedira nicht nominiert

Einen richtigen Umbruch vollzog Löw mit seiner Nominierung nicht. Trotz des schlechten Abschneidens in Russland setzt der Bundestrainer vorwiegend auf WM-Fahrer. Eine Verjüngungskur ist allerdings dennoch auszumachen. Neben dem zurückgetretenen Mesut Özil, zu dem Löw nach dessen Entscheidung keinen Kontakt mehr hatte (Löw: „Der Spieler selbst hat mich nicht angerufen. Ich habe ihn in den letzten eineinhalb, zwei Wochen versucht, zu erreichen. Das ist mir auch nicht gelungen.“) fehlt auch Sami Khedira im Aufgebot.

Löw begründete in der Pressekonferenz seine Entscheidung: „Ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er hat ja auch klar gesagt, dass er mir zur Verfügung steht und man nicht einfach aus der Nationalmannschaft zurücktritt. Ich habe ihm gesagt: Im Moment werde ich ihn nicht nominieren“, so der Bundestrainer, der jetzt nach vorne blicken will. „Ich bin absolut überzeugt von unserer Klasse und der Qualität unseres Kaders. Wir haben schon einige Rückschläge in den letzten zwölf Jahren hinnehmen müssen, daraus haben wir aber viel gelernt“, so Löw.

Der komplette Kader im Überblick:

Foto: Twitter

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