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Haie vertagen Meisterfrage in der Verlängerung

Eishockey DEL Playoff Finale Spiel 6 ERC Ingolstadt Kölner Haie am Sonntag 27 04 2014 in der Sa

In einem wahren Eishockey-Krimi besiegte die Haie den ERC Ingolstadt in der Overtime.
Foto: Imago

Mit einem Auswärtssieg beim ERC Ingolstadt katapultierten sich die Kölner Haie wieder zurück ins Rennen um die DEL-Meisterschaft.

Die gut 4800 Fans in der ausverkauften Ingolstädter Saturn Arena erlebten ein packendes sechstes Play-Off-Spiel, das von Beginn an mit Entschlossenheit und hohem Tempo geführt wurde. Das 0:0-Unentschieden nach Ablauf der regulären Spielzeit war – nicht zuletzt dank der starken Leistung der beiden Koalier aus den Birken und Pielmeier – gerechtfertigt, auch wenn die Haie einige guten Chancen liegen ließen.

Haie-Urgestein Mirko Lüdemann war es schließlich, der dem Playoff-Krimi ein Ende bereitete. Der 40-Jährige traf in der Overtime (64.) von der blauen Linie aus zum Golden Goal und sicherte den Haien so das siebte Finalspiel der Best-of-Seven-Serie.

Obwohl sich beide Teams durchaus auf Augenhöhe begegneten, hatten die Haie durchweg die Nase ein kleines Stückchen weiter vor. Nach der Heimpleite im Spiel zuvor setzten die Gäste aus Köln alles auf eine Karte und übten gleich von Beginn an Druck auf Ingolstadt aus. Nur der bemerkenswerten Defensivarbeit beider Kontrahenten war es zu verdanken, dass nach 60 Minuten noch keine Tore gefallen waren.

Den Haien fehlte dazu auch noch da nötige Quentchen Glück: Gleich drei eindeutige Torchancen machte ERC-Goalie Timo Pielmeier bereits im ersten Abschnitt zunichte während Nationaltorwart Danny aus den Birken zunächst kaum unter Beschuss geriet.

Im weiteren Verlauf der Partie erhöhten die Kölner jedoch die Schlagzahl und der ERC hatte in der Defensive zunehmend das Nachsehen. Doch ein starker Timo Pielmeier wusste die zahlreichen Chance des KEC zu vereiteln. Marcel Müller (25.), Marcel Obmann (27.), Andreas Falk (28.) und Alexander Weiß (33.) vermochten es trotz gute Chancen nicht, den Puck am Ingolstädter Schlussmann vorbei ins Netz zu befördern.

Dazu sein Siegertor zu bejuble kam Mirko Lüdemann nach Spielschluss nicht, denn gleich im Anschuss an seinen Treffer hatten die Referees zunächst mehrere Raufereien zu schlichten, bevor sie den Video-Beweis zu Rate zogen und das Tor anerkannten.

Damit retteten sich die Haie in das siebte Final-Spiel. Am kommenden Dienstag geht es für beide Teams um 19 Uhr in der Kölner Lanxess Arena um Alles oder Nichts.