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Haie verschenken Sieg in Schwenningen

Will Acton (Schwenningen Wild Wings) und Dragan Umicevic (Kölner Haie)

Zog mit den Kölner Haien in Schwenningen den Kürzeren: KEC-Angreifer Dragan Umicevic (r.)
Foto: imago/Eibner

3:1 geführt und dennoch verloren: Die Kölner Haie kommen dank einer 3:4-Niederlage bei den Schwenninger Wild Wings in der DEL nicht vom Fleck.

Das Jahr endet für die Kölner Haie mit einer Enttäuschung: Bei den Schwenninger Wild Wings unterliegt der KEC mit 3:4 nach Penaltyschießen, obwohl das Team von Trainer Niklas Sundblad bis knapp zehn Minuten vor Schluss mit 3:1 geführt hatte. Die Wende im Schwarzwald passierte wieder einmal in Überzahl, dem Sorgenkind des achtmaligen Deutschen Meisters.

„Wir haben heute zwei Punkte verschenkt und das Spiel durch eigene Fehler aus der Hand gegeben. Wir müssen leider wieder aus unseren Fehlern lernen. Und das am besten sehr schnell“, erklärte Haie-Coach Niklas Sundblad nach dem Spiel, in dem Schwenningen den besseren Start erwischt hatte: Bereits nach 49 Sekunden schob Wild-Wings-Topscorer Will Acton zum 1:0 für die Gastgeber ein und hinterließ geschockte Haie.

Erst kurz vor Drittelende fanden die Kölner zurück in die Partie – und belohnten sich dafür prompt. Philip Gogulla brachte den Puck im Getümmel an Ex-Hai Dimitri Pätzold im Schwenninger Tor vorbei (17.). Danach spielte sich besonders ein Duo in den Vordergrund: Dragan Umicevics tollen Pass verwertete Alex Weiß eiskalt zur Haie-Führung (32.). Nach einigen vergebenen Chancen war es dann im Schlussdrittel erneut Weiß, der ein Umicevic-Zuspiel zum 3:1 verwandelte (47.).

Der Auftakt zu einer turbulenten Schlussphase: In Überzahl mussten die Haie den Anschlusstreffer hinnehmen, als Ashton Rome eine Kontersituation nutzen konnte (50.). Bereits das achte Gegentor für die Kölner bei eigenem Powerplay, nur Augsburg fängt sich in der DEL mehr. Das Spiel kippte nun vollends – und das Sundblad-Team tat durch Undiszipliniertheiten ihr Übriges dazu bei. Eine 4-gegen-3-Überzahl nutzte Damien Fleury für Schwenningen zum umjubelten Ausgleich (57.). Die Entscheidung fiel dann im Penaltyschießen, als Acton Haie-Goalie Gustaf Wesslau keine Chance ließ.

Trotz der Niederlage und einem enttäuschenden neunten Rang zum Jahreswechsel wackelt der Stuhl von KEC-Coach Niklas Sundblad allerdings nicht. Angebliche Kontakte zu Ex-Hai Peter Draisaitl dementierte Haie-Geschäftsführer Peter Schönberger: „Niklas Sundblad steht bei uns nicht zur Diskussion. Auch Trainer-Namen, die mit uns in Verbindung gebracht werden, sind reine Spekulation. Wir verhandeln mit niemandem“, so Schönberger gegenüber dem „Express“. Sundblad darf damit am 3. Januar im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg auf der Haie-Trainerbank ins neue Jahr starten.