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Haie-Sturzflug hält auch in Bietigheim an

Die Mannschaft von Uwe Krupp musste sich am Mittwochabend den Bietigheim Steelers trotz eines Schuss-Rekords mit 3:4 geschlagen geben.
Haie

Bezeichnend: Haie-Stürmer Zach Sill schießt den Puck am Bietigheim-Tor vorbei. (Foto: IMAGO / Eibner)

Gutes Spiel, viele Chancen aber leider zu wenig Tore: Insgesamt 59 Schüsse feuerten die Haie am Mittwochabend auf das Tor der Bietigheim Steelers und stellten damit einen neuen Saisonrekord in der DEL auf. Grund zur Freude gab es allerdings nicht, denn dem KEC gelang aus der Vielzahl an Schüssen lediglich drei Treffer. Daher musste sich die Kölner am Ende mit 3:4 geschlagen geben, obwohl man eigentlich die bessere Mannschaft war.

Der Blick auf die Tabelle verrät, dass die Haie höllisch aufpassen müssen nicht komplett aus den Playoffs zu rutschen. Ende November kratzten die Jungs von Uwe Krupp an der Tabellenführung, aktuell steht man auf dem achten Rang und der Vorsprung auf die Nicht-Playoff-Plätze, den man sich in der ersten Saisonhälfte erarbeitet hatte, schmilzt von Spiel zu Spiel.

Zum Haie-Spiel in Bietigheim

Vom Start weg agierten die Haie sehr offensiv und kamen bereits im ersten Drittel zu mehreren hochkarätigen Chancen. Allerdings konnten sie diese Chancen nicht nutzen und gerieten durch einen Unterzahl in Rückstand. Doch nur eine Minute später hatte Andreas Thuresson die Antwort parat und erzielte den Ausgleichstreffer zum 1:1. Im zweiten Drittel spielten die Haie weiter extrem offensiv und hätten das Spiel in dieser Phase entscheiden können. Es reichte aber nur zu einem Treffer von Luca Sennhenn in Minute 25. Auch nach der Führung blieben weitere gute Haie-Chancen ungenutzt. Die Steelers machten es besser und konnten in Minute 32 so ziemlich aus dem Nichts ausgleichen

Auch im letzten Drittel dominierten die Haie. Da aber erneut die Chancen nicht genutzt wurden, ging Bietigheim erneut in Führung (45.) und erhöhte per Konter nach 51 Minuten auf 4:2. Der Empty-Net-Treffer von Maxi Kammerer sorgte kurz vor dem Ende nochmal für Spannung, brachte aber im Endeffekt nichts mehr. Uwe Krupp sagte nach dem Spiel: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, von der ersten bis zur letzten Minute. Wir hatten viele Torchancen und Schüsse, mehr vom Spiel und waren dominant. Bietigheim hat auf Konter gewartet und ist damit gut gefahren. Man kann darüber sprechen, dass wir ein paar Torchancen liegen gelassen haben, aber insgesamt war alles gut bis auf das Ergebnis. Im Endeffekt musst du die Scheibe über die Torlinie bringen. Du kannst als Coach nicht kontrollieren, ob der Schlussmann den Torschuss hält und ob der letzte Spieler vorm Tor die Scheibe im Kasten unterbringt. Alles andere ist unsere Aufgabe als Trainerteam. Auf dem Spiel heute können wir aufbauen. Die Disziplin war heute gut. Wir hatten in letzter Zeit viele Strafzeiten, heute nicht. Die Moral in der Truppe ist gut. Uns fehlt nur noch das Scheibenglück.“

Von Robin Josten