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Haie: Bitteres Wochenende

Alexander Sulzer (l.) und die Kölner Haie bleiben in den Duellen mit Ingolstadt und Berlin zweiter Sieger Foto: IMAGO/osnapix

Alexander Sulzer (l.) und die Kölner Haie bleiben in den Duellen mit Ingolstadt und Berlin zweiter Sieger
Foto: IMAGO/osnapix

Die Kölner Haie kassieren am Heimspiel-Wochenende gegen Berlin und Ingolstadt zwei knappen Niederlagen und stecken im Tabellenkeller der Deutschen-Eishockey-Liga (DEL) fest. 

Nach 60 Minuten standen am späten S0nntagnachmittag fünf Gegentore, null Punkte und die Erkenntnis zu Buche, dass aktuell jeder Fehler der Kölner Kufencracks bitter bestraft wird. Vor der überschaubaren Kulisse von etwas mehr als 8.000 Zuschauern unterlagen die Haie dem amtierenden Deutschen Meister aus Ingolstadt mit 4:5 (1:3, 0:0, 3:2). Zwar bliesen die Kölner nach Toren von Philip Gogulla und Kapitän John Tripp (2) im Schlussdrittel immer wieder zur Aufholjagd, doch die Gäste aus Oberbayern hatten jeweils eine passende Antwort parat, beziehungsweise nach Tripps zweitem Treffer die Uhr auf ihrer Seite.

Dass es so kam, war einem schwachen ersten Drittel geschuldet, in dem die Haie mit dem ersten nennenswerten Torschuss der Partie das 0:1 hinnehmen mussten. Nicht nur bei diesem Gegentreffer machte Haie-Goalie Danny aus den Birken keine glückliche Figur. Der in der Vorsaison zum besten Keeper der DEL gewählte Schlussmann erreichte in den ersten 20 Minuten eine Fangquote von gerade einmal 75 Prozent und wurde daraufhin durch Ersatzmann Sebastian Stefaniszin ersetzt. Der lieferte eine ordentliche Leistung und hielt die Haie im torlosen Mitteldrittel und im Schlussabschnitt immer wieder im Spiel. Alle Fehler seiner Vorderleute konnte der vor der Saison aus Österreich gekommene Goalie aber nicht ausbügeln.

So folgte auf jeden Anschlusstreffer der Kölner prompt die Antwort des ERC, der den Gastgebern schließlich die achte Ligapleite in Folge bescherte. Für Trainer Niklas Sundblad war es die vierte Niederlage im vierten Spiel. Denn auch am Freitagabend mussten die Haie eine knappe Niederlagen hinnehmen. Gegen den Rekordmeister Eisbären Berlin zeigte der KEC im ersten Drittel zwar eine ansprechende Leistung und ging verdient nach Treffern von Mike Iggulden und Chris Minard mit 2:0 in Führung, was folgte war jedoch wenig bis gar nichts.

So kamen die Gäste aus der Hauptstadt recht einfach zum Ausgleich und setzten in der Overtime auch den Schlusspunkt in einer Partie, in der den Haien die Verunsicherung und das fehlende Selbstvertrauen trotz Führung recht offensichtlich anzumerken war. Mit lediglich acht Punkten aus zwölf Spielen befinden sich die Kölner aktuell in einer Situation, die bis vor kurzem eigentlich undenkbar schien: in der Tabelle ist der KEC Vorletzter und rangiert relativ deutlich hinter dem Rivalen aus Düsseldorf.