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Gorr folgt auf Hasanefendic

Quelle: IMAGO

Jan Gorr löst im Sommer 2012 Sead Hasanefendic als Cheftrainer des VfL Gummersbach ab

Jan Gorr wird zur nächsten Saison Trainer der Bundesliga-Mannschaft des VfL Gummersbach. Der aktuelle Coach des TV Hüttenberg tritt am 1. Juli 2012 die Nachfolge von Sead Hasanefendic an. Der 33-jährige führte den Traditionsverein aus Hessen in den vergangenen Jahren mit schmalem Etat und vielen jungen Talenten vom letzten Tabellenplatz der 2. Liga in die TOYOTA Handball-Bundesliga. Dabei wagte er mit jungen Spielern, die größtenteis aus der Region Mittelhessen stammen, den Neuaufbau und schaffte mit Spielern, die größtenteils nebenbei noch einem Beruf nachgehen oder studieren, den Aufstieg.

Ein Leistungsprofil wie maßgeschneidert für den oberbergischen Traditionsclub. Der finanziell nicht auf Rosen gebettete VfL Gummersbach möchte mit seiner VfL-Akademie ebenfalls junge Talente aus dem näheren Umkreis aufspüren und zu Bundesliga-Spielern ausbilden. „Jan Gorr hat mit dem TV Hüttenberg in den letzten Jahren wirklich Beachtliches geleistet“, lobt VfL-Manager Axel Geerken. „Seine Philosophie, mit jungen Leuten in der Bundesliga Erfolg zu haben, deckt sich mit dem Weg, den auch der VfL Gummersbach in den nächsten Jahren gehen muss.“

Gorr, der für drei Jahre in Gummersbach unterschrieben hat, blickt seinem Engagement mit Begeisterung entgegen: „Ich freue mich sehr über dieses Angebot und diese Aufgabe und möchte gerne mithelfen“, so Gorr, „beim VfL Gummersbach in schwierigen Zeiten wieder ein solides Fundament zu errichten. Der VfL ist nicht irgendein Handball-Projekt, sondern ein richtiger Traditionsclub, ein Aushängeschild, das den deutschen Handball jahrzehntelang dominiert hat. Es ist eine große Herausforderung für mich, eine Mannschaft aus jungen Talenten sowie gestandenen Bundesliga- und Nationalspielern zum Erfolg zu führen.“

Der Vertrag des aktuellen VfL-Trainers Sead Hasanefendic, der mit den Oberbergischen in den letzten drei Jahren den EHF-Cup (2009) und zweimal (2010, 2011) jeweils den Europapokal der Pokalsieger gewann, läuft am Saisonende aus.

Die Entscheidung, diesen nicht zu verlängern, haben sich beide Seiten nicht leicht gemacht, so VfL-Manager Axel Geerken: „Dass wir trotz der finanziell angespannten Lage drei internationale Erfolge in Serie feiern konnten, war nicht zuletzt sein Verdienst. Wir waren leider gezwungen, immer wieder Leistungsträger abzugeben. Doch Sead hat aus dem kleinen Kader immer das Optimum rausgeholt – und er macht auch in der aktuell sehr schwierigen Situation wieder einen guten Job.“

Und so wird Sead Hasanefendic auch beim „Bergischen Derby“ gegen den Bergischen HC am Mittwochabend in der Eugen-Haas-Halle an der Linie stehen.