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Gala-Abend beim 1. FC Köln

Auch einen Tag später wirkt noch irreal, was gestern auf der Gala zum 70. Geburtstag des 1. FC Köln passiert ist. Die dicke Überraschung der Verantwortlichen sorgte für Jubelstürme.
Modeste Spinner

Ak Bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht: Anthony Modeste bei der Verkündung seiner Rückkehr am Samstagabend. (Foto: imago/Chai v. d. Laage)

Man wollte die Feier zum 70. Geburtstag des 1. FC Köln nicht wie ursprünglich geplant im Februar veranstalten, sagte Präsident Werner Spinner am Samstag Abend vor etwa 800 Gästen in den MMC Studios in Köln Ossendorf. Zur Gala des FC hatten sich Verantwortliche, Spieler, Ehemalige und Prominente sowie einige glückliche Mitglieder eingefunden, um einen rot-weißen Abend gemeinsam zu verbringen. Es wurden Geißböcke versteigert, zu kölscher Musik geschunkelt und in Erinnerungen geschwelgt. Und natürlich gejubelt, als Werner Spinner vor dem Singen der FC-Hymne mit der Mannschaft das Wort ergriff. „Einer fehlt noch“, sagte der Präsident, als sich Anthony Modeste von der Seite fast schon schelmisch anschlich.

Ob er sich wohl fühle in Köln, wurde er gefragt, Modeste grinste über beide Ohren. „Anthony Modeste hat heute Nachmittag einen Vertrag beim 1. FC Köln unterschrieben“, sagte Spinner. Die geladenen Gäste brachen in Jubel aus, Modeste winkte brav in die Menge und reihte sich zwischen Frederik Sörensen und Simon Terodde für das Singen der Hymne ein. Irgendwie wirkte es, als wäre er nie weggewesen.

Wucht an Mittelstürmern

„Ich bin dankbar und glücklich, dass ich zum 1. FC Köln und zu meinen Jungs zurückkehren kann“ – man nimmt ihm diese Worte ab. Denn in China, wo er für Tianjin Quanjian in 29 Spielen 16 mal traf, wurde er (fast erwartungsgemäß) nicht glücklich, zumindest auf sportlicher Ebene. Dann das Vertrag-Theater wegen ausbleibender Zahlungen seitens der Chinesen, seine Rückkehr ans Geißbockheim zur U21. Und zuletzt wurden auch Gerüchte über das Interesse mehrerer Bundesligisten an Modeste laut, der Franzose ließ aber keinen Zweifel daran, für welchen Verein er künftig auf Torejagd gehen will.

Mit Modeste, Simon Terodde, Jhon Córdoba und Serhou Guirassy sowie dem abwanderungsverdächtigen Simon Zoller besitzt der FC nun eine absolute Wucht an Mittelstürmern, wobei interessant zu beobachten sein wird, wie Markus Anfang die Situation nun behandelt. Sowohl Terodde als auch Córdoba zeigten sich am letzten Wochenende in überragender Form, und Geschäftsführer Armin Veh betonte, dass Modeste „nicht als Starspieler, sonder als Teil dieser Mannschaft“ geholt worden sei. Dass Kölns 25-Tore-Mann aus der Saison 2016/17 auf der Bank platz nimmt konnte sich allerdings auch auf der Gala am Samstagabend niemand vorstellen.