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Köln.Sport

Freikarten für die Helfer

Die ganze Welt beschäftigt sich mit Corona. Auch rund um den Effzeh verändern sich aktuell viele Dinge. Was in den letzten Tagen passiert ist haben wir für euch zusammengefasst:

Gähnende Leere am Geißbockheim. (Foto: imago images / Eduard Bopp)

Quarantäne

Die Spieler wurden gestern, am 17. März, von den Verantwortlichen vorsichtshalber in Quarantäne geschickt. Diese wird erstmal zehn Tage dauern. Mit dem Slogan „Wir halten Abstand – und halten zusammen“ teilte der Club das in einer Botschaft mit. Die Lizenzspieler sind mit individuellen Trainingsplänen ausgerüstet. Dasselbe gilt für die Fußballerinnen und die Junioren. Die Fanshops und das Nachwuchsleistungszentrum sind geschlossen. Alle Mitarbeiter, die nicht zwingend am Geißbockheim sein müssen, wurden ins Home-Office geschickt.

Alltagshelden!

Der Verein kündigte zudem an, sich bei allen Pflegern, Ärzten, Helfern und sonstigen Menschen, die in diesen Zeiten alles unternehmen, um unserem gemeinsamen Feind die Stirn zu bieten, bedanken zu wollen. Für alle 37 Kölner Krankenhäuser werden nach der Krise und wenn wieder Fußball gespielt werden kann, Freikarten bereitgestellt. „Ob Jung oder Alt, ob Arm oder Reich: Zusammen sind wir stark“ – in diesen Tagen gilt der Text der FC-Hymne umso mehr – als Club, als Stadt und als Gesellschaft.

Heldt kontert Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte dazu aufgefordert, dass Fußballspieler mit großen Gehältern Solidarität zeigen müssten und auf einen Teil ihres Geldes verzichten sollten. Das könne dabei helfen die finanzielle Situation einiger Vereine zu entschärfen.

Horst Heldt machte in einem Interview am Dienstag klar, was er von der Forderung hält. „Ich glaube, es wäre absolut sinnhaft, dass man sich mit populistischen Scheißausdrücken erst mal zurückhält“, donnerte er drauflos. „Ich weiß, dass Fußballprofis ein soziales Gewissen haben. Ich finde es unverschämt und anmaßend, das öffentlich infrage zu stellen“, fügte er an. „Meine Erwartung ist, dass die Politik führt und den Menschen einen Plan an die Hand gibt und sich nicht mit Vorschlägen in Teilbereiche hineinbewegt, nur um populistisch dazustehen.“

Auch DFL-Boss Christian Seifert ist der festen Überzeugung, dass die Vereinsbosse im engen Austausch mit den Spielern stehen. „Bestimmt“ seien die Verantwortlichen mit entsprechenden Anliegen bereits an die Stars herangetreten.

Von Robin Josten

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