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Frankfurt fegt Fortuna weg

Fortuna Köln

Beim Zweitliga-Absteiger SV Frankfurt geriet die Fortuna unter die Räder und holte sich sechs Gegentreffer ab.
Foto: imago/Eibner

Die Südstädter erleben am Bornheimer Hang ein Debakel. Desolate Kölner kassieren beim FSV ein halbes Dutzend Tore. 

Rheinfussball

Die Fortuna ist am Sonntag am Main ganz schön baden gegangen. Die Mannschaft von Uwe Koschinat war am Bornheimer Hang bereits zur Pause distanziert. Am Ende verloren die Südstädter beim groß auftrumpfenden Zweitliga-Absteiger mit sage und schreibe 0:6. Es war die höchste Niederlage der Drittliga-Historie. Frankfurt ist nach dem vierten Erfolg in Folge nun Zehnter. Der Fortuna-Coach hatte seine Elf gegenüber dem 1:1 gegen Halle auf vier Positionen verändert. Wie befürchtet konnte Regisseur Kristoffer Andersen aufgrund seiner Wadenprobleme nicht mitwirken. Kusi Kwame, Serhat Koruk und Andre Poggenborg rotierten raus. Diese vier wurden durch Dennis Engelman, Cimo Röcker, Tim Boss und Johannes Rahn ersetzt.

Gleich mit der ersten richtigen Chance ging Frankfurt in Führung. Fortuna konnte sich nach einer Ecke nicht ordentlich befreien und Denis Streker traf von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 (12.). Innerhalb von 13 Minuten erhöhte die Elf von Roland Vrabec noch vor der Pause auf 4:0. Bahn schoss Boss den Ball nach einer Ochs-Flanke zum 2:0 durch die Beine (29.). Kader gelang nach einem Konter das 3:0 (39.), als er von links in den 16-Meter-Raum eindrang und genau ins lange Ecke zielte. Und Schleusener köpfte einen Eckball von Ornatelli zum 4:0 ins Netz (42.). Pech hatte Kölns Hamdi Dahmani, der im Anschluss an das 0:2 mit einem Fernschuss nur die Latte traf. Auch im zweiten Spielabschnitt gelang es der Fortuna nicht, die Niederlage in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Ornatelli steckte den Ball geschickt zu Stark durch und er traf nach etwas mehr als einer Stunde zum 5:0. Sechs Minuten vor dem Ende verwandelte Ornatelli einen von Daniel Flottmann verursachten Foulelfmeter in die linke Ecke um 6:0-Endstand.

Stimmen zum Spiel:

Markus Pazurek (Fortuna Köln): „Wir haben alles falsch gemacht, was wir falsch machen konnten. Das Ergebnis spiegelt unsere Leistung wieder. Nächste Woche drei Punkte zu holen, muss jetzt unser Ziel sein. Wir müssen die Fehler aufarbeiten und weiter machen.“

Uwe Koschinat (Trainer Fortuna Köln): „Alle vier Tore in der ersten Halbzeit sind aus Standardsituationen gefallen, das ist natürlich eine absolute Katastrophe. Da liegt so ein Spiel ja im Grunde genommen schon als Scherbenhaufen vor dir. In der zweiten Halbzeit sind wir schon sehr stark auseinander gefallen. Das war sehr ärgerlich und blamabel. Klar ist, wir brauchen jetzt am Samstag ein Ergebnis. Heute haben wir versagt. Aber man sollte schon immer den Gesamtzusammenhang sehen. Wir werden sehen, ob es heilsam war, heute mal so richtig voll einen auf die Fresse zu bekommen. Die Mannschaft hat die Chance verdient, dies zu reparieren und Gesicht zu zeigen. Mit 17 Punkten bleiben wir sicher nicht in der Klasse.“

Autor: Stefan Kleefisch für RHEINFUSSBALL