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Fortunas Sorge um Uaferro

Fortuna-Verteidiger Der verletzte Fortuna-Verteidiger Bone Uaferro bereitet seinem Trainer Uwe Koschinat Sorgen.

Der verletzte Fortuna-Verteidiger Bone Uaferro bereitet seinem Trainer Uwe Koschinat Sorgen.                                             Foto: IMAGO/Manngold

Vor Fortuna Kölns Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (So.,14 Uhr) gibt die Verletzung von Innenverteidiger Bone Uaferro Rätsel auf. Dagegen hat Trainer Uwe Koschinat in der Offensive mehrere Optionen.

Ein hartes Stück Arbeit erwartet den Drittligisten Fortuna Köln im ersten Heimspiel des Jahres. Immerhin gibt am Sonntagnachmittag Tabellenführer Arminia Bielefeld seine Visitenkarte im Südstadion ab. Für Trainer Uwe Koschinat spielen die Ostwestfalen aufgrund ihrer finanziellen und strukturellen Möglichkeiten ohnehin in einer eigenen Liga. „Arminia ist der FC Bayern der dritten Liga“, sagt der Fortuna-Coach, der sich bewusst ist, dass vieles passen muss, damit der Aufsteiger dem Top-Favoriten der Liga ein Bein stellen kann.

„Vielleicht ist es ein Vorteil, dass Bielefeld in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel bestritten hat“, sagt Koschinat, dessen Team seinen ersten Ligaauftritt in 2015 in Chemnitz allerdings mit 1:3 verlor. Auf eigenem Platz sind die Südstädter aber immerhin seit acht Partien ungeschlagen, sodass durchaus berechtigte Hoffnung besteht, dass die Fortuna Revanche nehmen kann für die klare 0:2-Hinspielniederlage. Auf der Bielefelder Alm waren die Kölner Gäste dabei so chancenlos, wie in kaum einem anderen Spiel in dieser Saison.

Der von Norbert Meier trainierte Spitzenreiter kommt nicht nur mit der Empfehlung von 13 Siegen aus 22 Spielen nach Köln, sondern stellt zudem mit im Schnitt knapp zwei Treffern pro Spiel die beste Offensive der gesamten dritten Liga. Die Kölner Abwehrreihe, mit im Schnitt nur etwas mehr als einem Gegentor pro Partie immerhin eine der sichersten der Liga, erwartet also Schwerstarbeit. Dabei bereitet gerade die Hintermannschaft aktuell Sorgen: Linksverteidiger Tobias Fink fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Chemnitz-Spiel gesperrt. Auch Bone Uaferro, in der Hinserie neben Florian Hörnig eine echte Bank im Abwehrzentrum, steht nicht zur Verfügung.

Der Innenverteidiger hatte sich in der Vorbereitung eine Muskelzerrung zugezogen. „Eigentlich sollte die Geschichte mit fünf Tagen Ruhe komplett ausgeheilt sein. Doch Bone hat permanente Schmerzen, wenn er sprintet“, erklärt Koschinat. Mittlerweile gehen die Ärzte von einer Entzündung als Ursache für die Schmerzen aus und behandeln den Sommerneuzugang mit Spritzen. „Hoffentlich funktioniert das. Bones Ausfall tut uns sehr weh“, sagt der Fortuna-Coach, dem durch den Wechsel von Sebastian Zinke zur Reserve des 1. FC Köln eine weitere defensive Option weggebrochen ist. „Es ist auf jeden Fall ein Risiko, aber wir halten die Versprechen, die wir unseren Spielern geben. Wenn Bone Uaferro fit ist, haben wir eine Idealsituation. Klar ist aber, dass jetzt nichts mehr passieren darf“, weiß Koschinat, der in der Offensive deutlich mehr Optionen hat.

Zwar fällt Thiemo-Jerome Kialka mit einem Muskelfaserriss aus, doch wie immer steht Thomas Kraus „Gewehr bei Fuß“, lobt Koschinat seinen Routinier, der im Test gegen Wesseling unter der Woche mit zwei Toren und einer Vorlage erfolgreich Werbung in eigener Sache betrieb. Ebenso wie der jüngste Neuzugang Andreas Glockner. Der 26-Jährige, der in Osnabrück zuletzt nicht mal mehr zum Kader der ersten Mannschaft zählte, überzeugte Koschinat vollends und ist gegen Bielefeld bereits ein Kandidat für die erste Elf: „Er ist topfit und in Wesseling mit Abstand das höchste Tempo gegangen. Das war nicht selbstverständlich und freut mich ungemein“, so Koschinat, der zudem wieder mit Ercan Aydogmus planen kann.