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Fortuna vor dem Umbruch?

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Der Kader von Fortuna Köln gehört zu den ältesten der 3. Liga. Nichts Neues, denn Coach Uwe Koschinat setzt seit jeher auf Erfahrung. Dennoch: Bald könnte frisches Blut vonnöten sein. Kann Fortuna das aus eigenen Mitteln realisieren?

Abwehrmann Cedric Mimbala (l.) gehört bei Fortuna mit seinen 30 Jahren zu den erfahrenen Akteuren (Foto: imago/osnapix)

Routine steht bei der Fortuna hoch im Kurs: Schon anlässlich der überraschenden Verpflichtung von Maurice Exslager im Winter sprach Uwe Koschinat­ davon, dass der 26-jährige Angreifer trotz seines vergleichsweise jungen Alters bereits viel Erfahrung gesammelt habe. Für den Fortuna-Coach ist das im Kampf um Punkte ein wichtiges Kriterium. Kaum verwunderlich also, dass die Südstädter in der 3. Liga zu den ältesten Teams gehören.

Nur der Kader von Ligaprimus MSV Duisburg weist im Schnitt ein noch höheres Alter auf. Bei der Fortuna prägen routinierte Spieler wie Kapitän Daniel Flottmann (32), die Abwehrrecken ­Florian Hörnig und Cedric Mimbala (beide 30), Mittelfeldmotor Kristoffer Andersen (31) oder Schlussmann André Poggenborg (33) schon länger das Gesicht der Mannschaft.

Weiterentwicklung läuft

Auf den ersten Blick scheint also im Sommer ein Umbruch fällig zu sein. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest: Dieser ist schon im Gange, die Weiterentwicklung des Teams ein beständiger Prozess. Etwa auf der Torwartposition: Hier setzt Koschinat­ auf das ungewöhnliche Mittel des Jobsharings: Tim Boss, mit 23 Jahren für das Tor beinahe ein Jungspund, ist längst mehr als nur die „1b“ zwischen den Pfosten. Auch nach der Wintervorbereitung hält Koschinat daran fest, beiden Schlussleuten Einsatzzeit zu gewähren.

„Mit den Wechseln sind wir in der Hinrunde sehr gut gefahren, und ich sehe momentan noch keine Veranlassung, das über den Haufen zu werfen und in der Öffentlichkeit eine Hierarchie zu verkünden“, sagt der Trainer, der versucht, sowohl Poggenborg als auch Boss in seinem Kader zu halten. Der Altersunterschied ist dabei unwichtig: „Das spielt in unseren Überlegungen im Moment kein Rolle. André Poggenborg ist 33 Jahre alt, aber extrem fit, und er kann sicher noch länger auf diesem Niveau spielen. Ich habe sogar den Eindruck, dass er immer besser wird.“

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