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Fortuna trifft das Tor nicht

Fortuna Trainer Uwe Koschinat sah trotz der Niederlage eine sehr ordentliche Leistung seiner Elf Foto: IMAGO/objectivo

Fortuna Trainer Uwe Koschinat sah trotz der Niederlage eine sehr ordentliche Leistung seiner Elf
Foto: IMAGO/objectivo

Das 0:1 gegen den VfB Stuttgart II bedeutet für die Drittliga-Fußballer des SC Fortuna Köln das sechste sieglose Spiel in Serie.

Vor 1.885 Zuschauern im Kölner Südstadion sind die Fortunen zwar das bessere Team, die drei Punkte nimmt letztlich aber der mit den Lizenzspielern Antonio Rüdiger, Konstantin Rausch und Karim Haggui verstärkte Gast aus Stuttgart mit. „Das ist dann schon eine Qualität gegen die man verlieren kann. In unserer Situation ist die Niederlage aber eine Katastrophe, weil der negative Trend anhält“, erklärte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat, der verletzungsbedingte Änderungen vornehmen musste und Kusi Kwame als Linksverteidiger sowie Lars Bender in der Innenverteidigung aufbot.

„Lars hat als 16-Jähriger unter mir Innenverteidiger gespielt. Daran habe ich ihn erinnert. Er und Kusi haben ihre Sache hervorragend gemacht.“ Lediglich in der 79. Spielminute zeigte sich Fortunas Hintermannschaft bei einem Eckball indisponiert, und so nutzte der eingewechselte Stuttgarter Fabian Eisele gleich seine erste Ballberührung zum entscheidenden Tor.

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Südstädter die Partie allerdings bereits zu ihren Gunsten entscheiden können. Denn Chancen gab es genug. Den ersten Warnschuss gab Cauly Oliveira Souza ab,  doch Stuttgarts ehemaliger U-20-Nationalkeeper Oddisseas Vlachodimos konnte sicher parieren (10.). Nach einem weiten Einwurf von Thomas Kraus und der Kopfballverängerung von Thiemo-Jerome Kialka war es wieder Oliveira Souza, der am zweiten Pfosten gerade noch am Schuss gehindert wurde (32.).

Es folgte Fortunas größte Chance des ersten Durchgangs: Keeper André Poggenborg schaltete nach einem abgefangenen Ball schnell und schickte Julius Biada mit einem perfekt getimten langen Abwurf auf die Reise. Dessen Versuch eines Querpasses auf den mitgelaufenen Kialka wurde von VfB-Kapitän Steffen Lang vereitelt, dessen Grätsche jedoch im eigenen Tor gelandet wäre, doch die Schulter von Vlachodimos verhinderte eine Kölner Pausenführung, die durchaus verdient gewesen wäre.

Nach der Pause hatte der Aufsteiger zunächst Glück, dass der von Huub Stevens aus dem Profi-Kader aussortierte Konstantin Rausch einen Freistoß aus knapp 20 Metern zentraler Position ans Außennetz setzte (51.). Auf der Gegenseite düpierte Biada Stuttgarts „Profi-Innenverteidigung“, verpasste die Führung aber. Nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Rüdiger, der nach langer Verletzung in der VfB-Reserve Spielpraxis bekam, umkurvte Biada den bei den Profis aussortierten Haggui, verfehlte das Tor aber um ein paar Zentimeter (71.). Drei Minuten später brachten Kialka und Biada den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie (74.).Es folgte Stuttgarts ebenso glückliches wie bitteres Führungstor, bei dem der eingewechselte Stephen Sama bei seiner Kopfballverlängerung ebenso viel Platz hatte, wie Torschütze Eisele (79.).

Koschinat brachte in den Schlussminuten Aydogmus und Kessel ins Spiel, doch das Gästetor blieb wie vernagelt. Durch das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer und die sechste sieglose Partie in Serie schmilzt Fortunas eigentlich komfortabler Vorsprung auf die Abstiegsränge weiter. „Wir sind ein Grenzgänger in dieser Liga. Wir müssen alles optimal auf den Platz bringen, um zu punkten. Heute haben wir gegen für diese Liga unfassbare Qualität verloren“, erklärte Koschinat, der sich auf der Pressekonferenz eine hitzige Debatte mit VfB-Coach Jürgen Kramny lieferte.

Als dieser auf die Frage eines Journalisten antwortete, dass man sich ja auch freuen könne, einen Antonio Rüdiger in der 3. Liga auf dem Platz zu sehen, platzte Koschinat der Kragen: „Diese Aussage zeigt, wie despektierlich Profi-Vereine gegenüber Vereinen seien können, die um ihre Existenz kämpfen.“

Die komplette PK gibt es hier: