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Fortuna: Mit Problemen zum Primus

Fortuna Köln Torjubel Julius Biada

„Wir wollen uns überragend präsentieren“: Fortuna Köln vor dem Duell bei Dynamo Dresden
Foto: imago/Eibner

Vor dem Duell bei Tabellenführer Dynamo Dresden plagt sich Fortuna Köln mit Verletzungssorgen herum. Besonders im Defensivbereich muss Trainer Uwe Koschinat wohl improvisieren.

Rheinfussball

Das hatte sich Uwe Koschinat anders vorgestellt. Ausgerechnet vor dem Duell mit dem unangefochtenen Tabellenführer Dynamo Dresden (Samstag, 14 Uhr, live im MDR und auf sportschau.de) hat sich der personelle Engpass der Fortuna weiter verschärft. Neben Kristoffer Andersen, Oliver Schröder und Markus Pazurek konnten auch Cedric Mimbala (Grippe) und Florian Hörnig (Fußprellung) die Reise nach Dresden nicht antreten. Insbesondere der Ausfall von Hörnig trifft den Trainer der Fortuna hart. Dadurch ist auch die zuletzt oft angewendete taktische Variante der Dreierkette für die Partie bei Dynamo hinfällig geworden.

Aufgrund der geringen Zahl an noch verfügbaren Innenverteidigern werden die Südstädter in Sachsen „mit hoher Wahrscheinlichkeit“, so Koschinat, auf das bewährte 4-4-2-System zurückgreifen. Während also im Abwehrzentrum Daniel Flottmann und Bone Uaferro starten werden, und dieses Mal auch ein klassischer Rechtsverteidiger auflaufen wird, wollte sich der Kölner Fußballlehrer öffentlich noch nicht auf die Besetzung im Mittelfeld festlegen. Christopher Theisen hat seine Rückenprobleme komplett überwunden. Im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden vertrat den angeschlagenen Winter-Neuzugang überraschend Ozan Yilmaz auf der Sechser-Position. Der 28-Jährige, der zuvor drei Spiele lang gar nicht im Kader war und in dieser Spielzeit bislang nur als Rechtsverteidiger gebracht wurde, kehrte auf seine angestammte Position zurück. „Er hat das taktisch diszipliniert gelöst. Und er hatte auch die erhoffte Positionssicherheit. Nur die gewohnte Spielschnelligkeit fehlte“, konstatierte Koschinat.

Andersen wieder im Mannschaftstraining

Angesichts der englischen Wochen – am Dienstag geht es schon gegen Münster und dann Samstags nach Großaspach – könnte der eine oder andere Spieler in Dresden auch mal eine Verschnaufpause bekommen. Wie zum Beispiel Hamdi Dahmani, der am Mittwoch beim 3:0 im Pokal-Viertelfinale bei Bezirksligist Schafhausen „länger spielen musste, als mir lieb war“, so der Trainer. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Rückkehr von Andersen ins Mannschaftstraining. Zumindest für das Heimspiel zwei Tage später besteht die Möglichkeit, dass Fortunas Denker und Lenker wieder eine Alternative sein wird. Trotz der Besetzungssorgen freut sich Koschinat aber „auf eine phantastische Atmosphäre. Wir wollen uns vor den zirka 25.000 Zuschauern und dem Fernsehpublikum überragend präsentieren. Wir haben einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Vor fünf, sechs Jahren hätten wir noch von einem Spiel in Wattenscheid geträumt.“

Angesichts der jüngsten Erfolge muss die Fortuna ihr Licht in Dresden nicht unter den Scheffel stellen. „Wir haben in den sieben Spielen der Rückrunde mehr Punkte als Dynamo geholt, mehr Tore geschossen und weniger kassiert.“ Die Kölner sind derzeit nach Aue das zweitbeste Team der Rückserie. „Wir treten den Ball nicht mehr nur nach vorne. Wir setzen selber Akzente und das sieht auch durchaus nach Fußball aus“, betont Koschinat, der gespannt wie ein Flitzebogen ist, wie sich seine Elf am Samstag beim Aushängeschild der Liga aus der Affäre ziehen wird. „Dresden hat eine sehr komplette Mannschaft und kaum Schwächen. In diesem Spiel können wir sehen, welche Leistungsqualität wir tatsächlich haben.“ In unguter Erinnerung hat Koschinat noch die 1:5-Heimniederlage gegen Dynamo. „Da waren wir nur ein Sparringspartner. Ein Spielball der Dresdner. Da haben wir die ganze Wucht des Gegners erfahren müssen.“ Dies soll sich tunlichst in der Form nicht wiederholen.

Quelle: Stefan Kleefisch für rheinfussball.de