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Fortuna-Klatsche beim Primus

Kusi Kwame und Kapitän Daniel Flottmann (in hellblau, v.l.) können Dresdens Torjäger Justin Eilers nicht stoppen.

Meist einen Schritt zu spät kamen die Kölner Kusi Kwame und Kapitän Daniel Flottmann gegen Spitzenreiter Dresden um Torjäger Justin Eilers
Foto: imago/Robert Michael

Bei Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden spielt Fortuna Köln mutig, verliert gegen die Sachsen aber wieder deutlich, diesmal mit 0:4 (0:2). 

Mit viel Selbstvertrauen und als zweitbestes Rückrundenteam reiste Fortuna Köln zu Tabellenführer Dynamo Dresden. Doch beim Aufstiegsfavoriten war für die Südstädter nichts zu holen. Wie im Hinspiel, als die Elf von Trainer Uwe Koschinat im Südstadion mit 1:5 verlor, setzte es auch diesmal eine herbe Klatsche für die Kölner, die – trotz guter und mutiger Anfangsphase – letztlich klar unter die Räder kamen.

Vor 24.000 Zuschauern in Dresden wirbelte Fortunas Offensive früh. Nach einer Kombination über Julius Biada, Hamdi Dahmani und Marco Königs konnte dieser nur mit einem Foul gestoppt werden. Den Freistoß-Knaller von Biada konnte Dynamo-Keeper Blaswich per Faustabwehr entschärfen (5.). Doch das Pressing der Fortuna lief ins Leere, da sich die Hintermannschaft alles andere als sattelfest präsentierte. Allen voran der in den vorherigen Spielen so starke Innenverteidiger Boné Uaferro erwischte einen schwachen Nachmittag. Seinem unnötigen Ballverlust folgte Dresdens Führungstor durch den ehemaligen FC-Nachwuchsspieler Aias Aosman (11.).

Auch beim zweiten Treffer der Hausherren machte die Fortuna-Deckung keine gute Figur: ein langer Einwurf wurde von Uaferro unterlaufen und Pascal Testroet steuerte alleine aufs Tor zu, umkurvte Fortuna-Keeper Poggenborg und vollendete zum 2:0 (20.). Kurz nach der Pause der nächste Nackenschlag: Wieder war Testroet zur Stelle, der nach einer flachen Hereingabe sein 14. Saisontor erzielte und die Partie damit frühzeitig entschied (49.).

Zwar konnte die Fortuna noch ein paar offensive Akzente setzen, unter anderem traf Lars Bender die Latte und Dahmani scheiterte im zweiten Versuch an Blaswich, doch Dynamo spielte das Geschehen locker herunter. Testroets Sturmpartner Eilers sorgte mit einem sehenswerten Distanzschuss noch für das 4:0 (67.) und beendete so nach 542 Minuten seine persönliche Torflaute.

Die Südstädter wird diese Niederlage, auch wenn sie deutlich ausgefallen ist, nicht aus der Bahn werfen. Gegen den souveränen Spitzenreiter der dritten Liga gingen zwar beide Duelle deutlich verloren, doch schon am Dienstagabend (19 Uhr) hat Fortuna die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. Dann gastiert der Tabellensechste Preußen Münster im Südstadion. Zwar müssen die Hausherren dann auf den gelbgesperrten Tobias Fink verzichten, dafür steht Mittelfeldakteur Kristoffer Andersen nach überstandener Verletzung vor seinem Comeback. Und mit Andersen auf dem Platz sahen die Kölner in dieser Saison zumeist richtig gut aus.