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Fortuna: Klassenerhalt trotz Packung

Gleich drei Fortunen können Kiels Doppeltorschützen Manuel Schäffler in dieser Szene nicht stoppen Foto: IMAGO/objectivo

Gleich drei Fortunen können Kiels Doppeltorschützen Manuel Schäffler in dieser Szene nicht stoppen
Foto: IMAGO/objectivo

Der SC Fortuna Köln verliert bei Aufstiegsaspirant Holstein Kiel klar mit 0:4 (0:1) und macht den Klassenerhalt in der dritten Liga trotzdem perfekt. 

Am Ende hatten beide Mannschaften im mit 8.411 Zuschauern ausverkauften Holstein-Stadion Grund zum Jubeln. Die Gastgeber, weil sie durch den klaren Sieg ihre Chancen auf den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga wahren konnten, und die Fortuna, weil sie – wenngleich ohne eigenes Zutun – zwei Spieltage vor Saisonende den Ligaverbleib sicherstellte.

Wie ein Erfolg fühlte sich dies bei den Gästen aus Köln zunächst jedoch nicht an: „Ich hätte nicht gedacht, dass sich ein Klassenerhalt so beschissen anfühlen kann“, erklärte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat, der einmal mehr die lasche Einstellung seiner Mannschaft kritisierte und von einer fehlenden Einheit auf dem Platz sprach. In der Tat wurden Fortunas Hauptprobleme der vergangenen Wochen auch im hohen Norden wieder einmal recht deutlich sichtbar. Kampfgeist und der unbedingte Wille, dem Gegner wehzutun, sind dem Aufsteiger im Laufe der Rückrunde weitestgehend abhanden gekommen.

Dass die Südstädter dennoch frühzeitig den Ligaverbleib sichern konnten, ist das Ergebnis einer mitunter beeindruckenden Hinserie, und den Schwächen der Konkurrenz geschuldet, die sich aktuell ähnlich kraftlos präsentiert wie der SC Fortuna. So ging die Spielvereinigung Unterhaching in Dresden mit 1:5 baden und machte dadurch den kölschen Klassenerhalt perfekt. Das war sie dann aber auch schon, die einzig positive Nachricht vom Ausflug nach Kiel.

Denn nicht nur die Fortuna-Anhänger, die das Spiel vor dem Fernseher verfolgen wollten, sondern auch jene, die den weiten Weg in die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins auf sich genommen hatten, wurden herbe enttäuscht. Zum einen, weil es der NDR nicht fertig brachte, eine funktionierende TV-Übertragung auf die Beine zu stellen und stattdessen Reitsport präsentierte, und zum anderen, weil die Kölner dem Aufstiegsanwärter nichts entgegenzusetzen hatten.

Die Störche pressten vom Start weg, mussten aber bis zur 20. Spielminute warten, ehe Manuel Schäffler ein Geschenk von Fortunas Andreas Glockner, der den Ball am eigenen Strafraum vertändelte, nutzte (20.). Nach der Pause besiegelte ein erneuter Fehler im Spielaufbau die 15. Saisonniederlage für die Koschinat-Elf. Gegenwehr war von nun an keine mehr zu spüren. Holstein hatte leichtes Spiel und konnte eine Woche vor dem direkten Duell mit dem Tabellenzweiten MSV Duisburg sogar noch etwas für das Torverhältnis tun.

Die Südstädter können die Saison dagegen abhaken, sollten aber die Gelegenheit nutzen und zum Heimausklang gegen Wiesbaden und im abschließenden Spiel bei Absteiger Regensburg für einen versöhnlichen Abschluss einer insgesamt positiven ersten Drittliga-Saison sorgen.