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Fortuna geht gegen Dresden unter

Fortuna-Torhüter Tim Boss (l.) war im Spiel gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden sicherlich nicht zu beneiden. Immerhin verhinderte der Keeper eine höhere Niederlage Foto: imago/Eibner

Fortuna-Torhüter Tim Boss (l.) war im Spiel gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden sicherlich nicht zu beneiden. Immerhin verhinderte der Keeper eine höhere Niederlage
Foto: imago/Eibner

Gegen Tabellenführer Dynamo Dresden verliert Fortuna Köln erstmals im Südstadion. Beim 1:5 (0:2) sind die Südstädter den Sachsen in allen Belangen unterlegen.

Viel vorgenommen und nichts umsetzen können: So lautet das Fazit nach Fortunas erster Heimniederlage der Drittliga-Saison 2015/16. Vor 3.341 Zuschauern kassierten die Kölner in beiden Halbzeiten gleich zwei schnelle Gegentore und hatten dem Tabellenführer letztlich nichts entgegenzusetzen. Mit Dennis Engelmann und Lars Bender auf den Außenverteidigerpositionen sowie Hamdi Dahmani im zentralen Mittelfeld starteten die Südstädter in eine Partie, die bereits zehn Spielminuten später entschieden war.

Drei Minuten und dreißig Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball erstmals im Netz des erneut von Tim Boss gehüteten Fortuna-Tores. Dynamo-Torjäger Justin Eilers zog unbedrängt vom rechten Flügel nach innen und nagelte das Spielgerät neben den linken Torpfosten in die Maschen (4.). Sowohl Johannes Rahn als auch Boné Uaferro konnten den Angreifer nicht aufhalten. Nur sechs Minuten später stand es nach Dynamos erstem Eckball prompt 0:2. Innenverteidiger Michael Hefele durfte praktisch ohne Gegnerkontakt aus kurzer Distanz einköpfen (10.). Während die Fortuna in der Folgezeit nur einen recht ungefährlichen Abschluss von Julius Biada verzeichnen konnte (17.), hätte der Gast schon vor der Pause für noch klarere Verhältnisse sorgen können. Doch der bemitleidenswerte Tim Boss, dessen erste beiden Ballkontakte darin bestanden, das Leder aus dem Netz zu holen, konnte sich einige Male auszeichnen und entschärfte unter anderem einen Schuss von Marvin Stefaniak mit einem herausragenden Reflex (42.).

Ein Schuss von Engelmann, dem im Vorjahr an gleicher Stelle noch der 1:0-Siegtreffer gegen die Sachsen gelungen war, aus der zweiten Reihe ließ kurz vor der Pause noch einmal Hoffnung aufkommen, dass es nach dem Seitenwechsel eine Aufholjagd geben könnte. Doch letztlich sollten der Dynamo-Anhang Recht behalten, der schon zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff den „Auswärtssieg“ besang.

Desaströses Abwehrverhalten bei Standards

Denn auch im zweiten Durchgang ließen sich die Gäste nicht lange bitten. Nach nicht einmal zwei Minuten und einem abermaligen desaströsen Abwehrverhalten der Hausheren bei einer Standardsituation hieß es 0:3 (47.). Die Defensive der Südstädter wirkte auch in der Folgezeit orientierungslos und wurde nach eigenem Freistoß nochmals so richtig ausgehebelt. Dynamo-Keeper Blaswich fing den Kölner Freistoß locker ab, machte das Spiel schnell, Eilers lauerte an der Abseitslinie auf den Ball in die Schnittstelle und schob dann lässig zum ehemaligen FC-Spieler Aias Aosman rüber, der keine Mühe hatte und auf 0:4 erhöhte (54.).

Dahmani und Rahn verließen kurz darauf den Platz und machten Platz für Markus Pazurek und Cauly Oliveira Souza. Dresden ließ es jetzt deutlich ruhiger angehen, Torgefahr entwickelte die harmlose Fortuna trotzdem nicht. Den einzig lichten Moment des ansonsten äußerst verkorksten Nachmittags leitete der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Kai-David Bösing ein. Mit seinem ersten Ballkontakt steckte der Mittelfeldspieler den Ball auf Marco Königs durch, dem mit seinem ersten Torschuss der Ehrentreffer gelang (69.).

Einen hatten die Gäste aber noch: Nach einem langen Ball erlief Eilers das Spielgerät vor dem herauseilenden Boss, der den Stürmer von den Beinen holte. Da dieser sich mit Ball jedoch vom Tor entfernt hatte, beließ es der Schiedsrichter zu Recht bei der Gelben Karte für den Fortuna-Schlussmann. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte sicher (84.). Es war der Schlusspunkt unter einer mehr als einseitigen Drittliga-Partie, in die die Fortuna zu keinem Zeitpunkt wirklich hineingefunden hatte. „Das war eine Demonstration und ging desaströs in eine Richtung, musste SC-Coach Uwe Koschinat eingestehen, dass seine Elf für den Tabellenführer nicht mehr als ein Sparingspartner gewesen war.