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FC kassiert die erste Niederlage

Timo Horn, Torwart des 1. FC Köln

Der starke Timo Horn muss im Berliner Olympiastadion zweimal hinter sich greifen
Foto: imago/Matthias Koch

Mit dem 1:2 (0:1) gegen Hertha BSC kassiert der 1. FC Köln am achten Spieltag die erste Niederlage der Saison. Das Tor von Anthony Modeste reicht nicht zum Punktgewinn. 

Die Hauptstadt ist für die Fußballer des 1. FC Köln weiterhin keine Reise wert. Wieder Berlin, wieder Vedad Ibisevic, wieder eine Niederlage: so lässt sich der Samstagnachmittag im Berliner Olympiastadion zusammenfassen. Obwohl der FC durchaus die Chance hatte, weiterhin ungeschlagen zu bleiben, stand nach 90 Minuten die erste Saisonpleite zu Buche.

Eingeleitet hatte sie mal wieder Hertha-Torjäger Vedad Ibisevic, der zunächst noch am glänzend reagierenden Timo Horn im Kölner Tor gescheitert war, kurze Zeit später aber doch zur Berliner Führung einschoss (13.). In einem intensiv geführten Spiel hielt Horn die Gäste mit einigen starken Paraden immer wieder im Spiel. Im zweiten Abschnitt brachte FC-Coach Peter Stöger mit Leonardo Bittencourt anstelle für Yuya Osako neues Leben ins Spiel. Der trickreiche Offensivwirbel stellte die Berliner Hintermannschaft vor einige Herausforderungen und bereitete mit einem feinen Solo den Ausgleich durch Anthony Modeste vor (65.). Der Franzose erzielte im achten Spiel seinen neunten Treffer und führt gemeinsam mit Ibisevic weiterhin die Torjägerliste der Fußball-Bundesliga an.

Dass es trotz des Ausgleichs nicht zum Punktgewinn reichte, lag zunächst am schläfrigen Abwehrverhalten der Kölner Hintermannschaft bei einem Freistoß aus dem Halbfeld. Nahezu alle Defensivakteure orientierten sich auf den zweiten Pfosten, wo dennoch ein Berliner das Kopfballduell gewann und den in der Mitte sträflich frei stehenden Niklas Stark bediente, der keine Mühe hatte, das Spielgerät über die Linie zu drücken (74.).

Möglich wäre eine Punkteteilung trotz des Rückschlags dennoch gewesen. Doch zunächst hatte der ebenfalls als Joker ins Spiel gekommene Simon Zoller abermals Pech im Abschluss, als er den Ball an den linken Pfosten des Berliner Tores drosch. Dann hatte Hertha-Keeper Jarstein Glück, als er sich den Ball nach einer Flanke fast selbst ins Tor schlug, aber ebenfalls den Pfosten traf. Bitter aus Kölner Sicht, dass Schiedsrichter Willenborg in der Nachspielt auf Foulspiel von Artjoms Rudnevs erkannte. Dieser hatte sich aus Sicht des Unparteiischen regelwidrig durchgesetzt und anschließend den vermeintlichen Ausgleich erzielt. So kassierten die Kölner im achten Anlauf die erste Niederlage. Grund, den Kopf nun in den Sand zu stecken, gibt es für die Geißböcke aber nicht. Auch in Berlin wirkte die Mannschaft insgesamt gut gefestigt und hätte mit etwas mehr Glück und Konzentration durchaus einen Punkt mitnehmen können.