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Flüchtlinge: Vereine setzen Zeichen

Der kölsche Sport unterstützt Flüchtlinge mit zusätzlichen Angeboten. Foto: Imago/Waldmüller

Der kölsche Sport unterstützt Flüchtlinge mit zusätzlichen Angeboten.
Foto: Imago/Waldmüller

Kölner Vereine stellen kostenlose Sportangebote für Flüchtlingen bereit. Unterstützt wird dies durch Fördermittel des LSB NRW.

Die Welle der Solidarität im Sport gegenüber den Flüchtlingen in Köln reißt nicht ab. Im Gegenteil, Vereine stellen kostenlose Sportangebote für Flüchtlinge bereit oder wollen diese kurzfristig bereitstellen. Finanziell unterstützt wird dies durch den Landessportbund NRW (LSB).

„Das Präsidium des LSB NRW hat sich dazu entschlossen, Sportvereine zu fördern, die Flüchtlingen ein deutliches Zeichen des Willkommens geben“, heißt es dazu in in einem Anschreiben des LSB. „Sportvereine, die in diesem Sinne aktiv werden, möchten wir einmalig mit bis zu 500 Euro fördern.“

Vereine können die Fördermittel bis zum 31. Januar 2015 bei den zuständigen Stadt- und Kreissportbünden beantragen. Für Kölner Vereine ist der Stadtsportbund Köln (SSBK) zuständig. „Bei uns sind bereits etliche Anträge dazu eingegangen“, bestätigt Stefan Lamertz, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Köln. „Die Solidarität im organisierten Sport für die Flüchtlinge ist groß.“

Mithilfe der LSB-Zuschüsse können die Vereine anfallende Kosten bei ihren Flüchtlingsangeboten bestreiten, wie etwa für Material und Übungsleiter. Auch die versicherungstechnische Frage ist bereits geklärt: Die Sporthilfe NRW hat für diese Sportangebote einen Pauschalvereinbarung mit dem Versicherungspartner ARAG abgeschlossen.

Der Kölner Sport hatte zuletzt schon große Solidarität und Flexibilität bei der Flüchtlings-Problematik bewiesen, als sieben Vereine kurzfristig ihre Sportstätte in Weiden verließen, weil diese bis Mitte Januar zur Flüchtlings-Notunterkunft umfunktioniert wurde.