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Flüchtlinge: LSB kritisiert SSBK

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW. Foto: LSB NRW

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW.
Foto: LSB NRW

In der Kontroverse um die Notunterkunft für Flüchtlinge in der Sporthalle Weiden legte LSB-Präsident Walter Schneeloch nun nach.

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen (LSB NRW), hat sich zur öffentlichen Kritik durch den Stadtsportbund (SSBK) sowie die Sportjugend Köln (SJK) geäußert. „Die überflüssige Attacke von Herrn Hoffmann und Herrn Pfeifer kann als Paradebeispiel dafür dienen, wie sich der organisierte Sport in NRW untereinander schwächt, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, sagte Schneeloch gegenüber Köln.Sport.

„Es steht völlig außer Frage, dass gerade der Sport Beiträge zu einer guten Aufnahme von Flüchtlingen in unseren Kommunen leisten kann.“ In dem Zusammenhang kündigte der LSB-Präsident Extrahilfen für jene Vereine an, die Angebote für Flüchtlinge bereitstellen. Schneeloch weiter: „Gerade wenn wir Flüchtlinge in unsere Sportvereine integrieren wollen, benötigen wir dafür ausreichende Sportstättenkapazitäten.“

Es führe jedoch zu deutlichen Einschränkungen beim Schul- und Vereinssport, wenn etwa Schulsporthallen mit Flüchtlinge belegt werden. „Wer diese Tatsache wegdiskutiert – wie es der Stadtsportbund Köln und seine Sportjugend offenbar versuchen –, wird einer wesentlichen Aufgabe nicht gerecht“, kritisierte der Spitzenfunktionär.

Auslöser der Kontroverse zwischen dem LSB einerseits und dem SSBK sowie SJK andererseits war ein Interview in der „Kölnischen Rundschau“, in dem sich Schneeloch kritisch zur politischen Schlagkraft des Sports in Köln geäußert und dafür die Unterbringung von Flüchtlingen in der Dreifachhalle in Weiden als Beispiel angebracht hatte.

Schneelochs Äußerungen wiederum waren beim SSBK und bei der SJK auf großes Unverständnis gestoßen. Die Vorsitzenden Klaus Hoffmann (SSBK) und Peter Pfeifer (SJK) hatten die Worte des LSB-Präsidenten als „höchst bedauerlich“ bezeichnet, zudem würden diese von Unkenntnis der Kölner Lage zeugen.