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FC straft die „Wilde Horde“ ab

Quelle:IMAGO

Nachdem Entzug der Privilegien für die Wilde-Horde werden auch solche, vom FanClub organisierte, Choreographien im Stadion nicht mehr zu sehen sein.

Als Reaktion auf den Überfall Kölner Anhänger auf einen Bus mit Fans von Borussia Mönchengladbach hat der 1. FC Köln hart durchgegriffen und der „Wilden Horde 1996“ alle Privilegien im Stadion gestrichen.

Der Entzug der Privilegien ist eine Reaktion auf den Überfall von FC-Anhängern auf einen Fan-Bus von Borussia Mönchengladbach, (Köln.Sport berichtete) bei dem unter anderem auch Mitglieder der „Wilden Horde“ beteiligt waren.

Außerdem ist es eine Reaktion auf die Stellungnahme der „Horde“. Der FC hatte gefordert, dass sich die Gruppierung öffentlich in aller Deutlichkeit von den Vorfällen distanziert und eine Entschuldigung in Richtung der Gladbacher formuliert. Des Weiteren sollte die sich „Wilde-Horde“ von den tatverdächtigen Personen entfernen und sie aus der Gruppe ausschließen.

Die Ultras haben sich daraufhin in einer Stellungnahme am Donnerstag, 8. März 2012, zu den Vorfällen vom Sonntag geäußert, in der es heißt:„Die auf dem Rastplatz Siegburg vorgefallenen Situationen wurden weder von der Wilden Horde organisiert, noch mitgetragen.“

Doch das geht dem 1.FC Köln nicht weit genug. Durch den Entzug der Privilegien ist es der „Wilden-Horde“ nun verboten, im Stadion Verkaufsstände aufzustellen. Auch die Nutzung eines Arbeitsraums sowie die Ausgabe von Arbeitsausweisen wurde von Vereinsseite unterbunden. Ferner ist den Ultras untersagt, beim Heimspiel gegen Hertha BSC ihr Banner am Zaun zu befestigen. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass der Verein der Wilden Horde aufgrund erheblicher Verfehlungen ihre Sonderrechte im Fanblock streicht.

Der 1.FC Köln hat überdies gegen alle Tatverdächtigen ein Stadionverbot verhängt und außerdem, falls vorhanden, die Mitgliedschaft gekündigt. FC_Geschäftsführer Claus Horstmann erklärt die Reaktion des Vereins: „Der 1. FC Köln hat unmissverständlich den verabscheuungswürdigen Angriff einzelner Personen auf Fans von Borussia Mönchengladbach verurteilt und sich bei dem Verein unmittelbar nach der Tat entschuldigt. Die uns durch die Polizei bekannt gemachten verdächtigen Personen schließen wir aus dem Verein aus und haben langjährige Stadionverbote gegen sie verhängt.“

Weiterhin fordert die Vereinsspitze von allen Fanclubs des 1. FC Köln, dass sie Gewalttaten nicht tolerieren und gewalttätige Mitglieder in ihren Reihen nicht dulden. „Einzelne ‚Wilde Horde 1996′-Mitglieder sind leider trotz zahlreicher Gespräche in der Vergangenheit immer wieder durch Gewalttaten auffällig geworden. Deswegen haben wir uns zum Entzug der Privilegien anlässlich des neuen Vorfalls gezwungen gesehen, auch wenn uns bewusst ist, dass die Mehrheit der Mitglieder der Organisation nicht als gewaltbereit einzustufen ist. Damit entsprechen wir auch den Erwartungen zahlreicher Vereinsmitglieder und Fans, die uns in den vergangenen Tagen aufgefordert haben, konsequent gegen Gewalt vorzugehen“, so Claus Horstmann in der offiziellen Stellungnahme.