FC: Remis gegen Ingolstadt

Umkämpftes Remis gegen Ingolstadt: Leonardo Bittencourt (r.) und der 1. FC Köln
Foto: imago/Moritz Müller
Der 1. FC Köln kommt zum Auftakt des 7. Spieltags nicht über ein 1:1 gegen Aufsteiger Ingolstadt hinaus. Die frühe Führung durch Anthony Modeste reicht den „Geißböcken“ nicht zum Sieg.
Anthony Modeste trifft, doch der 1. FC Köln gewinnt nicht: Das fünfte Saisontor des Franzosen (10.) reicht den „Geißböcken“ gegen den FC Ingolstadt nicht zum Heimsieg. In einer zerfahrenen Partie war es der Ex-Kölner Marvin Matip, der den knapp 48.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion die Laune verdarb. Die Elf von Peter Stöger, die auf den verletzten Kevin Vogt (Nasenbeinbruch) verzichten musste, war zwar das bessere Team, machte aus der Überlegenheit aber letztlich zu wenig.
Dabei gelang den Gastgebern, die neben Yannick Gerhardt auf Marcel Risse hinten rechts in der Viererkette setzten, ein Start nach Maß: Die Maßflanke des frisch gebackenen Außenverteidigers köpfte Modeste unhaltbar ein (10.). Zuvor hatte bereits Yuya Osako das 1:0 nur äußerst knapp verpasst. Die FC-Führung war nicht nur das fünfte Saisontor des französischen Neuzugangs, sondern gleichzeitig auch das erste Auswärtsgegentor der Ingolstädter. Die Kölner drängten weiter nach vorne, mussten aber zehn Minuten nach dem 1:0 den Ausgleich hinnehmen: Marvin Matip, von 2005 bis 2010 in Diensten der Domstädter, traf per Kopf, Kölns Keeper Timo Horn war machtlos (20.).
Die Stöger-Elf ließ sich davon aber nicht von ihrem Spiel abbringen und dominierte das Geschehen. Größere Torchancen sollten allerdings für den FC nicht herausspringen. Im Gegenteil: Ingolstadt konterte munter und verpasste durch Stefan Lex die Führung (34.). Glück hatte Gästekeeper Ramazan Özcan, der bei einem Ausflug aus dem Strafraum in allerhöchster Not gegen Leonardo Bittencourt klären konnte (43.). Auch nach dem Seitenwechsel waren es vor allem die Gastgeber, die auf den zweiten Treffer spielten. Jedoch entwickelte der FC dabei wenig Torgefahr – eine Halbchance durch Bittencourt (48.) war das einzige, was heraussprang.
Danach kam viel Leerlauf. Erst rund um die 70. Minute schickten sich die „Geißböcken“ an, erneut offensiv auf den Plan zu treten, doch Hectors Distanzschuss verfehlte das Ingolstädter Tor klar (70.). Der FC drückte, der FC drängte, der FC machte und tat – das 2:1 schien nicht fallen zu wollen. Bei Zollers Alleingang konnte Matip gerade noch klären (82.). Im Anschluss an die folgende Ecke schoss Osako allein vor dem Tor FCI-Keeper Özcan an (84.). In einer hektischen Schlussphase stand dann mehr der unsichere Schiedsrichter Christian Dingert durch einige strittige Entscheidungen im Mittelpunkt, ein Tor sollte nicht mehr fallen.
Der FC ist damit das 14. Heimspiel in Folge ohne Niederlage, verpasst aber einen großen Sprung nach oben. Durch das Remis stehen die „Geißböcke“ vorerst auf Rang fünf, kann aber im Verlauf des Spieltags noch auf in die zweite Tabellenhälfte rutschen. In neun Tagen geht es für die Stöger-Elf weiter, wenn das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 wartet.






