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FC: Ohrfeige reloaded

Die Retourkutsche ließ auf sich warten. So lange, dass manch einer schon die schallende Ohrfeige vergessen hatte, die Franz-Josef Wernze noch im August letzten Jahres Claus Horstmann verpasste.

Der FC-Investor – Wernze ist an Top-Spielern wie Podolski und Geromel beteiligt – kritisierte damals, dass die sportliche Leitung des Vereins belastet sei durch Verträge, und zwar aus der Ära Michael Meier und Claus Horstmann, „die viel Geld kosten. Horstmann kann jetzt nicht sagen, dass er da nicht verantwortlich war. Die Verträge haben damals beide unterzeichnet. Es zählt die Gesamtverantwortung“.

Ein böses Foul von Wernze. Rot-verdächtig geradezu. Aber die Verbalattacke des Unternehmers blieb seitens des FC ungeahndet. Worauf der Eindruck entstand, der Verein höre lieber weg. Weil er nicht die Hand beißt, die ihn füttert.

Offensichtlich hatte FC-Geschäftsführer Claus Horstmann diese Ohrfeige nicht vergessen. Und nutzte nun die Gelegenheit, es Herrn Wernze gleich zu tun: Für den Transfer des Spielers Sascha Riether, der im letzten Jahr nach Köln kam, verzichtet der FC bekanntlich auf finanzielle Hilfe des Investors.

Claus Horstmann hat zugebissen, nur eben später.

Wie sehr die Aktion Ohrfeige reloaded das Verhältnis zwischen dem FC und Franz-Josef Wernze belastet, ist derzeit unklar. Rein menschlich gesehen aber, zeigt es: Im Leben lohnt es sich, manchmal etwas länger zu warten.