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FC mit Nullnummer in Unterzahl

Matthias Lehmann, 1. FC Köln, verlässt das Spielfeld

Wurde in der 57. Minute des Feldes verwiesen: FC-Kapitän Matthias Lehmann
Foto: imago/DeFodi

Beim FC Augsburg holt der 1. FC Köln in einer tristen Partie den ersten Zähler für den X-Faktor. Dabei verteidigen die „Geißböcke“ das Remis ohne den Kapitän auf dem Platz.

Vom Europapokal träumten von der Partie beim FC Augsburg allerhöchstens die Fans des 1. FC Köln – die Verantwortlichen schätzten die Lage der „Geißböcke“ durchaus bodenständig ein. Spätestens nach 56 Minuten und dem überflüssigen Platzverweis von Kapitän Matthias Lehmann mussten dann aber auch die kühnsten Optimisten einsehen, dass dies die richtige Marschroute gewesen war. Nach 90 tristen Spielminuten stand am Ende ein trotz langer Unterzahl gerechtes 0:0 für die Kölner zu Buche.

„Für die Augsburger ging es um sehr viel, das hat man im Spiel auch gesehen. Das letzte Risiko war nicht zu sehen. Das 0:0 ist in Ordnung für uns. Nach zwei Siegen auswärts ein Unentschieden, das ist okay“, war FC-Coach Peter Stöger nach der Partie mit dem 41. Zähler der Saison zufrieden. Auch der Kontrahent empfand das Remis nach der chancenarmen Begegnung als gerecht: „Wir hätten gerne gewonnen, aber wir haben uns zu wenige Chancen erarbeitet. Mit dem Punkt können wir leben, müssen wir leben“, erklärte Markus Weinzierl, Trainer des Gastgebers.

So einig sich die Akteure nach der Partie zeigte, so umkämpft war das Geschehen auf dem Rasen. Beide Teams legten größten Wert auf taktische Disziplin und zeigten sich insbesondere in den Zweikämpfen konzentriert. Fußballerisch war das Duell allerdings auf überschaubarem Niveau. Die einzige Chance im ersten Durchgang vergab FC-Abwehrchef Dominic Maroh bereits in der 2. Spielminute, als er eine Ecke nur knapp am Augsburger Tor vorbeiköpfte. Auch auf der Gegenseite sorgte ein Standard für Aufregung: Kölns Stürmer Anthony Modeste klärte einen Baier-Eckball deutlich mit dem Arm, doch die Pfeife von Schiedsrichter Tobias Welz blieb stumm (13.).

Ansonsten bot sich den 30.144 Zuschauern in der Augsburger WWK-Arena wenig Erbauliches – die Kontrahenten neutralisierten sich zunehmend in einer schwachen Partie. Erst als der bereits verwarnte Lehmann mit hohem Bein gegen Werner einstieg und zurecht des Feldes verwiesen wurde, kam Leben auf den Rasen. Augsburg drängte den FC nun in die Defensive, konnte sich aber keine hochkarätige Chance erspielen. Da auch die „Geißböcke“ bei ihren wenigen Kontern zu unpräzise agierten, blieb nach 90 Minuten nur die Erkenntnis, dass beide Mannschaften mit einem Zähler sehr gut leben konnten. Augsburg ist dem Klassenerhalt einen Schritt näher gerückt, der FC manifestiert seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte.

Für die Stöger-Elf geht es nun am kommenden Samstag ins letzte Heimspiel der Saison: Gegen die abstiegsbedrohten Bremer könnten die „Geißböcke“ im Kampf um den Klassenerhalt das Zünglein an der Waage spielen. Dazu gilt weiter das Saisonziel, das Peter Stöger ausgegeben hat: 40+x Punkte wolle der FC einsammeln. In Augsburg gelang nun der erste Zähler für den „X-Faktor“, vor der heimischen Kulisse sollten dann die nächsten drei folgen.