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1. FC Köln: Christian Keller startet als Sport-Geschäftsführer – seine größten Baustellen

Am 1. April startet Christian Keller seine Arbeit beim 1. FC Köln. Die Vertragsverlängerungen von Baumgart und Modeste haben für den neuen Sport-Geschäftsführer höchste Priorität.

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Der neue FC-Geschäftsführer Christian Keller bei seinem Abschied in Regensburg. (Foto: IMAGO / Sascha Janne)

Nach über fünf Monaten Pause startet Christian Keller in der kommenden Woche seine Arbeit beim 1. FC Köln. Von 2013 bis Oktober vergangenen Jahres war der 43-Jährige bei Jahn Regensburg als Geschäftsführer Profifußball tätig. In der Domstadt erwartet ihn nun eine viel größerer Aufgabe.

Bereits vor seinem Amtsantritt konnte der FC die Verträge mit Benno Schmitz und Florian Kainz verlängern. Somit sind schon zwei wesentliche Baustellen vor Kellers Amtszeit abgehakt worden. Dennoch wartet auf den Wehrle-Nachfolger jede Mende Arbeit am Geißbockheim. Die größten Baustellen sind dabei die Vertragsverlängerungen von Steffen Baumgart und Anthony Modeste.

Oberste Priorität hat die Vertragsverlängerung von Steffen Baumgart

Steffen Baumgart hat den 1. FC Köln wieder ins Rampenlicht der Bundesliga geführt. Mit seiner Art hat er beim FC Spieler, Fans und Verantwortliche mehr als überzeugt. Diese außergewöhnliche Arbeit des 50-Jährigen weckt aber logischerweise auch das Interesse anderer Vereine. Deshalb wollen die Geißbocke den bis 2023 laufenden Vertrag mit dem FC-Coach schnellstmöglich verlängern. Baumgart selber blüht eine satte Gehaltserhöhung.

Genau dort ist Kellers Verhandlungsgeschick gefragt, denn die Kasse des FC ist leer. Corona (Verluste von 85 Millionen Euro) hat eine riesige Finanzlücke mit sich gebracht. Thomas Kessler glaubt trotzdem an einen Verlängerung mit Baumgart: „Steffen brennt für diesen Klub und passt hier sehr gut hin. Ich erlebe in der täglichen Arbeit, wie er Themen vorantreiben will. Auch neben dem Platz. Er macht auf mich nicht den Eindruck, als wäre er mit seiner vertraglichen Situation unzufrieden. Aber es werden mit Sicherheit Gespräche geführt, wenn Christian Keller da ist, auch intensiver.“

Modeste wünscht sich langfristige Perspektive beim 1. FC Köln

Die Personalie Anthony Modeste ist die wohl größte Baustelle Kellers. Der Franzose würde wohl in der Domstadt bleiben, wenn das nötige Kleingeld stimmt. Außerdem wünscht sich der FC-Top-Torjäger der laufenden Saison eine längerfristige Perspektive beim 1. FC Köln. „Ich bin nicht mehr so jung – meine Karriere ist bald vorbei. Deswegen muss ich mir Gedanken machen, meine Familie für die Zukunft absichern“, so Modeste. Neben Modeste soll auch Senkrechtstarter Salih Özcan langfristig in der Domstadt verlängern. Der FC will bei dem Vertrag des 24-Jährigen sogar an die finanzielle Schmerzgrenze gehen. Dafür muss Keller im Sommer ein ordentliches Transfer-Plus erzielen.

Von Robin Josten