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FC: Keine Punkte in der Hauptstadt

0:2 bei Hertha BSC: In Berlingab es für den FC dank Vedad Ibisevic (l.) nichts zu holen Foto: imago/Bernd König

0:2 bei Hertha BSC: In Berlin gab es für den FC dank Vedad Ibisevic (l.) nichts zu holen
Foto: imago/Bernd König

Bei Hertha BSC muss der 1. FC Köln eine 0:2-Niederlage einstecken. Ein Ibisevic-Doppelpack lässt die „Geißböcke“ ohne Punkte aus Berlin zurückkehren.

Berlin war für den 1. FC Köln diesmal keine Reise wert: Nach einer fahrigen Leistung unterliegen die „Geißböcke“ bei Hertha BSC mit 0:2. Vor knapp 40.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion war es Hertha-Torjäger Vedad Ibisevic (43./90.+4 ), der beide Treffer für die Gastgeber erzielte. Zu allem Überfluss für die Kölner verletzte sich auch noch Mittelfeldmotor Kevin Vogt. „Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können, beide Mannschaften hatten gute Chancen. Hertha hat auf mich aber den abgebrühteren Eindruck gemacht und am Ende verdient gewonnen“, urteilte FC-Coach Peter Stöger nach der zweiten Auswärtsniederlage in Folge.

In einer turbulenten Auftaktphase machten die Teams klar, dass ein 0:0 wie in der Vorsaison für sie nicht das oberste Ziel sein wird. Bereits nach zwölf Minuten hatte der FC Glück, als Dominique Heintz Berlins Salomon Kalou im Strafraum umgrätschte, die Pfeife von Schiedsrichter Florian Meyer aber stumm blieb. In der Folge hatten aber die „Geißböcke“ die besseren Chancen: Vogt scheiterte freistehend per Kopf an Herthas Ersatzkeeper Jarstein, der auch wenige Sekunden danach gegen Leonardo Bittencourt die Oberhand behielt (16.). Auch das nächste Ausrufezeichen setzte der Kölner Offensivmann: Aus der Distanz traf er jedoch nur den Pfosten (36.). Besser machte es auf der Gegenseite Vedad Ibisevic, der mit seinem Kopfball kurz vor Ende der ersten Halbzeit FC-Keeper Timo Horn keine Abwehrchance ließ (43.). Das erste Tor des Bosniers nach über 1.400 Bundesliga-Minuten.

Der Treffer beflügelte die Hertha auch nach der Pause noch, die sonst so solide Kölner Defensive fing an zu schwimmen. Doch weder Ibisevic, der mit einem Pikenschuss an Horn scheiterte (50.), noch Kalou (53.) oder Valentin Stocker (57.) konnten die Schwächephase der „Geißböcke“ in Tore ummünzen. Geweckt wurden die Kölner dann von einer Szene, die für einen der ihren sehr schmerzhaft endete: Kevin Vogt blieb nach einem Luftduell gegen Herthas Vladimir Darida benommen liegen. Diagnose: Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung. Der für Vogt eingewechselte Yannick Gerhardt hatte dann direkt die Chance auf den Ausgleich, doch der Ex-Kölner Mitchell Weiser klärte dessen Kopfball auf der Linie (65.). Der FC drängte nun auf den Ausgleich, fand aber offensiv nicht die spielerischen Mittel, um die Hertha-Defensive in Gefahr zu bringen. Den entscheidenden Konter verwandelte in der Nachspielzeit erneut Ibisevic: Im direkten Duell gegen Horn ließ er dem Kölner Torwart abermals keine Abwehrchance (90.+4).

Für den FC war damit die aufgrund der schwachen spielerischen Vorstellungen verdiente Niederlage perfekt. Nach dem 2:6 in Frankfurt muss sich die Stöger-Elf abermals auf fremdem Platz geschlagen geben – und die Berliner an sich vorbeiziehen lassen. Vor Abschluss des sechsten Spieltags rangieren die „Geißböcke“ mit zehn Zählern auf dem siebten Rang und haben bereits am Freitag die Chance zur Wiedergutmachung. Dann ist mit dem FC Ingolstadt ein auswärtsstarker Aufsteiger zu Gast im RheinEnergieStadion.