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FC: Kampf um die Stammplätze

 

Können sich Hoffnungen auf einen Stammplatz machen: Yannick Gerhardt (l.) und Marcel Risse. Foto: Köln.Sport/Kühlborn

Können sich Hoffnungen auf einen Stammplatz machen: Yannick Gerhardt (l.) und Marcel Risse.
Foto: Köln.Sport/Kühlborn

Mit den Neuzugängen kommt Bewegung in den Kader des 1. FC Köln: Köln.Sport erklärt die Duelle um die Stammplätze.

Etablierung, Bundesliga, Mittelfeld. Die Schlagworte, die das Ziel des 1. FC Köln nach dem Aufstieg nun in die neue Saison begleiten, fallen derzeit immer wieder. Das Image der Fahrstuhl-Mannschaft wollen die Geißböcke dringend ablegen. Zu diesem Zweck wurde mit den sieben Neuzugängen ein Kader auf die Beine gestellt, der den Ansprüchen der Bundesliga nicht nur gerecht werden, sondern auch einzelne Ausfälle gut verkraften soll. „Du brauchst für unterschiedliche Situationen unterschiedliche Konzepte. Die Konkurrenz wird größer, das muss in der Bundesliga so sein“, erklärt Kaderplaner Jörg Jakobs. Denn nun sind die elf Positionen jeweils doppelt – oder sogar dreifach – besetzt. Köln.Sport erklärt, wie die Kämpfe um die Positionen aussehen und welche Möglichkeiten Coach Peter Stöger damit nun hat.

Tor: Timo Horn vs. Thomas Kessler
Nur 18 Gegentreffer in 32 Einsätzen, 16 Zu-Null-Spiele, 85 Prozent abgewehrte Torschüsse: Eine Kritik an der Zweitliga-Saison von FC-Schlussmann Timo Horn verbietet sich. Deshalb gibt es auch keinen Zweifel daran, dass der 21-Jährige auch seine Premieren-Spielzeit in der Bundesliga als unangefochtene Nummer eins bestreiten wird. Sein Vertreter Kessler akzeptiert das, fördert und fordert Horn. Gleichzeitig hat er mit seinem freiwilligen früheren Trainingsauftakt gezeigt, dass er im Fall der Fälle bereit sein will. Und wird. An den Torhütern sollten die Saisonziele des FC nicht scheitern.

Linksverteidiger: Jonas Hector vs. Dusan Svento
In den Planungen der sportlichen Führung eine der wichtigsten Positionen. Denn Hector spielte im Vorjahr zwar sehr stark, war aber komplett konkurrenzlos. Auch im Duell gegen Neuzugang Dusan Svento (kommt von Red Bull Salzburg) hat der 24-Jährige die Nase vorne. Das Gute für den FC: Svento kann nicht nur defensiv auf dem Flügel spielen, sondern präferiert sogar die offensiven Positionen. Kommt er als Linksverteidiger zum Einsatz, hat er deshalb einen ausgeprägten Drang nach vorne. Einer der wenigen Bereiche, in denen Hector noch an sich arbeiten muss.

Innenverteidiger links: Dominic Maroh vs. Mergim Mavraj
Die Plätze in der Innenverteidigung des FC werden in diesem Jahr so umkämpft sein wie selten zuvor, die möglichen Kombinationen sind vielfältig. Auch Abwehrchef Dominic Maroh kann sich auf den Lorbeeren der starken Vorsaison ausruhen. Fest steht: Spielen oder Maroh oder Mavraj, sind sie für die Bewachung des kopfballstärksten Stürmers der Gegner zuständig. Beide ähneln sich in ihrer Spielweise, müssen aber noch beweisen, dass sie sich in der Bundesliga langfristig behaupten können. Problem: Beide sind nicht die schnellsten, was zum Verhängnis werden kann, besonders, wenn der FC in einer Schlussphase mehr Risiko gehen muss.

Innenverteidiger rechts: Kevin Wimmer vs. Tomas Kalas
Auch hier steht mit Wimmer der Etablierte auf dem Prüfstand. Denn von Tomas Kalas dürfen sich die FC-Fans einiges erwarten. Nicht umsonst hat Chelsea-Coach José Mourinho bewusst darauf verzichtet, den 21-jährigen Tschechen zu verkaufen und bestand auf eine weitere Leihe. Aber auch der Österreicher Wimmer hat sich stark entwickelt, gehörte zu den Überraschungen der letzten Saison. Mit ihm wäre den Mittelfeldspielern in Sachen Aufbauspiel etwas mehr geholfen, seine Technik hat dem Team spielerisch sehr gut getan. Auch zusammen als Pärchen in der Innenverteidigung wären die beiden denkbar. Weitere Alternative: Bruno Nascimento

Rechtsverteidiger: Miso Brecko vs. Pawel Olkowski
Auch hier wäre Kalas langfristig eine Alternative, zunächst einmal beschränkt sich das Duell allerdings auf den Kapitän und den polnischen Neuzugang. Die unterschiedlichen Ausrichtungen sind klar: Brecko kann seine Seite dicht machen, muss das aber – im Gegensatz zur Abstiegssaison – jetzt auch mal in der Bundesliga hinbekommen. Olkowski wird in seiner Heimat dagegen gerne mit Dortmunds Lukasz Piszczek verglichen, besonders aufgrund der offensiven Qualitäten. Gut möglich also, dass Brecko die Nase vorne hat, bei Rückständen Olkowskis Stärken dann aber mit seiner Einwechslung ins Spiel gebracht werden.

Defensives Mittelfeld: Matthias Lehmann vs. Kevin Vogt
Wer darf sich in der Zentrale beim FC um die Drecksarbeit kümmern? Die Antwort auf diese Frage machen Matthias Lehmann und Neuzugang Kevin Vogt (kommt aus Augsburg) unter sich aus. Die läuferischen und kämpferischen Qualitäten von Lehmann dürften in den Partien gegen die stärksten Teams der Liga unverzichtbar sein. Dafür ist die etwas bessere Technik und das Passspiel von Vogt in Partien gegen Freiburg, Paderborn oder Augsburg die bessere Alternative.

 

Sieht so die neue Defensiv-Abteilung des 1. FC Köln aus? Foto: Screenshot fc-koeln.de

Sieht so die neue Defensiv-Abteilung des 1. FC Köln aus?
Foto: Screenshot fc-koeln.de

Lesen Sie morgen: den Kampf um die Stammplätze in der Offensive.